Bahnhof der Zukunft: Wo Print lebt und Menschen sich treffen

Shownotes

In dieser besonderen Episode von UnderCover - PRINT IS NOT DEAD! nehmen wir Euch mit auf eine spannende Reise hinter die Kulissen der deutschen Bahnhöfe 🚉 und ihrer einzigartigen Verbindung zur Welt der Printmedien 📖.

Unsere Gäste:

  • Sarah von Nordheim, Leiterin Vertrieb Commercial Deutsche Bahn Infra Go AG 🚂
  • Karl-Hans Schmidt, Geschäftsführer der traditionsreichen Karl-Schmidt Bahnhofsbuchhandlungen 🏢

Gemeinsam diskutieren wir:
🔹 Wie der Bahnhofsbuchhandel ein Magnet für Pressevielfalt bleibt 📰
🔹 Die Vision der Deutschen Bahn für die Bahnhöfe der Zukunft – von heimischen Bäckereien 🥐 bis hin zu Wohlfühloasen ohne Konsumzwang 🛋️
🔹 Warum Bahnhöfe mehr als Verkehrsknotenpunkte sind und zu kulturellen Treffpunkten werden können 🌍

Freut Euch auf spannende Einblicke 🚀, faszinierende Geschichten 📚 und einen Blick darauf, wie Printprodukte auch in unserer digitalen Welt 🌐 ihre Strahlkraft ✨ behalten.

🎙️ Hört rein und begleitet uns auf einer faszinierenden Reise durch die Print- und Medienwelt – mitten in den deutschen Bahnhöfen! 🚉✨

Transkript anzeigen

00:00:00: *Stimmengewirr*

00:00:03: Kassen, komm, komm!

00:00:05: Warte mal, ich hab dich nicht so verholt.

00:00:07: Nein! Koffer, ich nehm dein Koffer, du die Tasche.

00:00:10: Und jetzt mach ich, mach, ab zum Beansteig.

00:00:13: Nein, nein, nein, Marc.

00:00:15: Wir verpassen den Zug.

00:00:17: Erst mal verpassen den Zug.

00:00:19: Ja, und? Ich hab jetzt keinen Lust mehr hier durchzuhetzen.

00:00:22: So, fertig. Nehm mein Koffer entspannt. Der Zug fährt in 2 Minuten.

00:00:26: Oh, nicht ganz zu.

00:00:28: Ja, aber ich hatte Spätung und dann krieg ich den Schluck.

00:00:31: Welches gleich? Welches gleich?

00:00:33: Wie spät ist es? Ja, ist das Spät.

00:00:35: Ja, 12, da ist es. 12, wir sind allein.

00:00:38: So, da ist der Zug.

00:00:40: Da war er. Da war er. Da steht schon der nächste drin.

00:00:43: Ja, jetzt hab ich das.

00:00:45: Ja, weißt du was? Hier nehm deinen Koffer.

00:00:48: Nein, nein, nein, nein, nein. Bleib doch hier in der Kälte einfach alleine stehen.

00:00:51: Ich geh jetzt nach Hause.

00:00:53: Hopf wiedersehen. Mach schön.

00:00:55: Marc, ich bin jetzt nicht schön.

00:00:57: Marc, Marc, Marc, langsam.

00:00:59: Ich hab eine Stunde Zeit.

00:01:01: Wieso hast du eine Stunde Zeit?

00:01:03: Weil der nächste Zug in der Stunde fährt.

00:01:05: Ja, dann müssen wir noch ein Ticket kaufen gehen.

00:01:07: Nein, ich hab ein Fleck Ticket, ich kann das Nächsten nehmen.

00:01:09: Und jetzt genießen.

00:01:11: Davon weiß ich nichts.

00:01:13: Pass auf, wir machen jetzt Folgendes.

00:01:15: Damit du dich mal runterpärst.

00:01:17: Du kaufst uns jetzt was zu essen, was zu trinken,

00:01:19: und geh mal da vorne in den Bahnhofsbuchhandel.

00:01:21: Und geh einfach mal ein bisschen spölkern wieder.

00:01:23: Wir zwei nutzen dich schon einmal.

00:01:25: Kommt, geh mal los.

00:01:27: Komm, jetzt kaufen wir was.

00:01:29: Und dann eine Stunde lang, ganz gemütlich, du und ich.

00:01:31: Da haben wir noch Leute darüber gesprochen.

00:01:33: Über die Bahnhöfen.

00:01:35: Wir haben die Bahnhöfe noch nicht gesprochen.

00:01:37: Wie bestend, wenn wir mal genau so eine Geschichte machen?

00:01:39: Schau mal hier, da kriegen wir ein schön Kaffee.

00:01:41: Heute entsteht quasi mal die Idee dazu,

00:01:43: nicht über ein Magazin zu reden,

00:01:45: sondern da, wo man sie kaufen kann.

00:01:47: Als Empfehlung für unsere Hörerinnen und Hörer.

00:01:49: Jetzt bist du wieder da.

00:01:51: Wo bekomme ich ein...

00:01:53: Darf man ausreden? Das ist ja furchtbar.

00:01:55: Da bekomme ich ein besonders breites Sortiment an Zeitschutz.

00:01:59: Und das kriegst du an Bahnhof?

00:02:01: Das kriegst du an Bahnhof.

00:02:03: Und drauf sind 60 Teile geöffnet.

00:02:05: Das hast du jetzt wieder vergessen, weil dir kalt ist.

00:02:07: Und du immer nur alles schlecht siehst,

00:02:09: weil das alles nicht schön ist hier.

00:02:11: Aber wenn wir darüber ein Podcast machen,

00:02:13: dann sprechen wir ja mit Experten.

00:02:15: Und wen haben wir da?

00:02:17: Wir laden einen aus dem Bahnhofsbuchhandel ein, das ist doch ganz klar.

00:02:19: Da würde ich Karl-Han Schmidt vorschlagen.

00:02:21: Ja, das ist eine gute Idee.

00:02:23: Das ist ungemütlich.

00:02:25: Kannst du dich noch erinnern an eine Sache von Nordheim

00:02:27: von der Deutschen Bahn? Ja, kann ich.

00:02:29: Und warum würde ich einladen?

00:02:31: Das weißt du jetzt.

00:02:33: Und können wir jetzt reingehen, mir ist kalt.

00:02:35: Ja, los.

00:02:37: Dem Infotainment-Podcast zu Themen rund um Printmagazine

00:02:39: und ihren Köpfe dahinter.

00:02:41: An den Mikrofonen sitzen die ausgewiesenen

00:02:43: Vertriebsexperten

00:02:45: und selbsternannten Printliebhaber

00:02:47: Mark Oliver Bender

00:02:49: und Carsten Reisner.

00:02:51: Zusammen diskutieren sie kontrovers

00:02:53: über Aktuelles aus der Welt der Medien.

00:02:55: Immer wenn sie sich nicht einigen können,

00:02:57: laden sie Experten zum Interview ein.

00:02:59: Freut euch jetzt,

00:03:01: dass ihr euch ein paar Sachen über den Kurs

00:03:03: in der Videobeschreibung vertreten könnt.

00:03:05: Und wenn ihr das Video auch noch mal ein bisschen

00:03:07: über den Kurs vertreten könnt,

00:03:09: dann lasst uns ein Video ein.

00:03:11: Freut euch jetzt auf die neue Folge

00:03:13: und begleitet uns hinter die Kulisse

00:03:15: der Medienbranche.

00:03:17: Am Ende geht für beide immer.

00:03:19: Print is not dead.

00:03:21: So, Mark. Ja, Carsten.

00:03:23: Dann haben wir es wieder geschafft.

00:03:25: Haben wir es mal wieder geschafft.

00:03:27: Wir haben uns vertragen.

00:03:29: Wir haben uns schon vorher vertragen.

00:03:31: Weil wir uns seit dieses Mal nicht streiten wollen.

00:03:33: Wir haben uns heute ein paar Gäste,

00:03:35: die uns einen Blick in ihre Arbeit,

00:03:37: in ihre Magazine, also in den Printprodukte,

00:03:39: liefern.

00:03:41: Und sprechen über das Produkt und über die Leidenschaft,

00:03:43: die dahinter steht.

00:03:45: Über die Geschichte.

00:03:47: Und über die Geschichte. Danke, Mark. Bitte.

00:03:49: Und heute machen wir was ganz anderes.

00:03:51: Weil uns viele Hörerinnen und Hörer gefragt haben,

00:03:53: macht doch mal ein anderes Thema.

00:03:55: Das machen wir heute.

00:03:57: Wir haben heute ganz tolle Gäste.

00:03:59: Und diese beiden Gäste, die heute hier sind,

00:04:01: arbeiten im weitesten Sinne für unsere Magazine.

00:04:03: Die eine auf ihre Art und der andere auf seine andere Art.

00:04:05: Wir haben heute hier die Sarah von Nordheim.

00:04:07: Von der Deutschen Bahn.

00:04:09: Hallo.

00:04:11: Hallo, Sarah. Schön, dass du da bist.

00:04:13: Und wir haben ein Bahnhofsbuchhändler.

00:04:15: Grand-Signeur.

00:04:17: Den Karl-Hans Schmidt.

00:04:19: Das war wohl eine Anschmiedung auf meinen Alter.

00:04:21: Überhofsnäckers, aber in gar keine.

00:04:23: Nein.

00:04:25: Es ist natürlich okay.

00:04:27: Voller Respekt.

00:04:29: Voller Respekt.

00:04:31: Da freuen wir uns total, dass ihr beide heute hier seid.

00:04:33: Und wir mit euch sprechen können über

00:04:35: Printprodukte natürlich.

00:04:37: Die Darbietung der Printprodukte

00:04:39: an den Deutschen Bahnhöfen.

00:04:41: Aber und das ist das Spannende.

00:04:43: Sarah, du gibst uns ein bisschen Einblicke in,

00:04:45: wie sieht denn der Bahnhof eigentlich der Zukunft aus?

00:04:47: Und was hast du für Ideen,

00:04:49: um genau das umzusetzen?

00:04:51: Weil damit er mag nicht mehr frieren muss am Bahnhof.

00:04:53: Ja.

00:04:55: Hast du ja ganz, ganz viele Konzepte.

00:04:57: Ich würde heute das Thema sein, darüber sprechen wir.

00:04:59: Darüber freuen wir uns auch sehr.

00:05:01: Also nochmal herzlich willkommen, dass ihr da seid.

00:05:03: Und Sarah, starten wir mal.

00:05:05: Ladies first, ne?

00:05:07: Können wir machen.

00:05:09: Sarah, jetzt du bist Juristin.

00:05:11: Ja.

00:05:13: Immobilien?

00:05:15: Auch.

00:05:17: Erzähl mal ein bisschen, wie kommst du zur deutschen Bahn

00:05:19: als Juristin?

00:05:21: Ich habe Jurastudiert, um Richterin zu werden.

00:05:23: Und habe relativ schnell im Referentariat festgestellt,

00:05:25: ich hätte ganz gerne ein Team um mich herum.

00:05:27: Das ist doch irgendwie alles viel cooler,

00:05:29: wenn man Menschen arbeitet.

00:05:31: Und war dann in den unterschiedlichen Stationen,

00:05:33: unter anderem im Bundeskanzleramt bei Siemens.

00:05:35: Und habe bei Siemens festgestellt,

00:05:37: das ist eigentlich ganz cool,

00:05:39: im Großkonzern zu arbeiten.

00:05:41: Und ich habe zu dem Zeitpunkt in Berlin gewohnt.

00:05:43: Ich wohne immer noch in Berlin.

00:05:45: Und dann gab es neben einem Angebot

00:05:47: aus einer Großkanzlei,

00:05:49: für die ich lange vorher gearbeitet habe,

00:05:51: gleichlos.

00:05:53: Im Immobilienrecht.

00:05:55: Das war ganz spannend.

00:05:57: Ganz tolle Kanzlei, super Kollegen.

00:05:59: Ein Angebot von der deutschen Bahn,

00:06:01: den Umweltbereich mit aufzubauen.

00:06:03: Die Umweltstrategie mit aufzubauen.

00:06:05: Spannend.

00:06:07: Sehr spannend.

00:06:09: Und ich bin zu meinem damaligen Chef in der Kanzlei gegangen,

00:06:11: und habe ihm das erzählt.

00:06:13: Und dann hat er gesagt, dann machen Sie das doch mal ein Jahr.

00:06:15: Und wenn das nichts ist, dann kommen Sie wieder.

00:06:17: Und ich bin immer noch.

00:06:19: Der wartet heute noch.

00:06:21: Den Fehler begehrte er auch nie wieder.

00:06:23: Genau.

00:06:25: Ein bisschen leichtsinnig.

00:06:27: Aber das ist cool.

00:06:29: Und jetzt bist du, ich muss das ablesen,

00:06:31: Leiterin Vertrieb, Commercial, Deutsche Bahn,

00:06:33: Infrago AG.

00:06:35: Was verbirgt sich jetzt hinter diesem ...

00:06:37: Titel.

00:06:39: Dahinter verbirgt sich die gesamte Vermietung

00:06:41: und Vermarktung der Flächen

00:06:43: der Personenbahnhöfe in Deutschland.

00:06:45: Wir haben insgesamt 5.400 Bahnhöfe in Deutschland.

00:06:47: Davon haben über 600

00:06:49: ein Empfangsgebäude.

00:06:51: Die anderen sind Verkehrstationen.

00:06:53: So wie zum Beispiel jetzt auch hier

00:06:55: angekommen bin, das ist eine Verkehrstation.

00:06:57: Und diese Flächen

00:06:59: vornehmlich in den Empfangsgebäuden

00:07:01: vermieten wir.

00:07:03: Das sind insgesamt derzeit

00:07:05: 853.000 Quadratmeter

00:07:07: aktive Fläche.

00:07:09: Da bist du ja wahrscheinlich der größte ...

00:07:11: Fass du wieder eine Wohnung.

00:07:13: ... größte Immobilienanbieterin

00:07:15: Deutschland.

00:07:17: Genau.

00:07:19: Wir haben einen Gesamtumsatz

00:07:21: von 450.000.000 Euro.

00:07:23: Steuern auf eine halbe Milliarde

00:07:25: hoch.

00:07:27: Das mache ich mit meinem Team

00:07:29: von knapp 300 Personen

00:07:31: deutschlandweit.

00:07:33: Schapur.

00:07:35: Man hört wahrscheinlich auch in deiner Stimme.

00:07:37: Du bist noch sehr, sehr jung.

00:07:39: Unter 40, du bist auch glaube ich ausgezeichnet

00:07:41: worden mal.

00:07:43: Auch da muss ich wieder gucken.

00:07:45: Das war das Jahr 2022.

00:07:47: Da warst du unter den Top 40 unter 40.

00:07:49: Was ist das?

00:07:51: Wie kommt man dazu?

00:07:53: Das sind zwei verschiedene Sachen.

00:07:55: Das Kapitalmagazin hat mich

00:07:57: zweimal in die Top 40 unter 40 gewählt.

00:07:59: 2019/2018

00:08:01: und die Boston Consulting Group.

00:08:03: Das dürft ihr nicht vergessen, das Handelsblatt.

00:08:05: Zusammen in die Vordenkern

00:08:07: 2022.

00:08:09: Eigentlich kann man sich darunter vor allem

00:08:11: eine Truppe von ganz, ganz vielen

00:08:13: tollen inspirierenden Menschen vorstellen.

00:08:15: Das ist das, was damit reingeht.

00:08:17: Ein wahnsinnig tolles Netzwerk.

00:08:19: Ganz viele Menschen

00:08:21: mit vielen Ideen in ganz vielen unterschiedlichen

00:08:23: Feldern.

00:08:25: Deswegen bin ich ganz glücklich teildessen zu sein

00:08:27: und da die Inspirationen zu haben.

00:08:29: Das ist echt spannend, Marc.

00:08:31: Du nicht, unter 40.

00:08:33: Das ist schon lange her, unter 40?

00:08:35: Das ist gemein.

00:08:37: 50 ist es in den Monaten.

00:08:39: Das ist schon spannend.

00:08:41: Das ist eine wirklich tolle Karriere,

00:08:43: die du da hängeligt hast.

00:08:45: Echt stark Juristin

00:08:47: bei deutschen Bahnen.

00:08:49: Es war wahrscheinlich, als du klein warst,

00:08:51: nicht dein Wunsch bei deutschen Bahnen zu.

00:08:53: Oder war das von vornherein klar,

00:08:55: du hattest immer schon Fable für Züge

00:08:57: oder war dein Berufswunsch

00:08:59: immer auch Juristin?

00:09:01: Mein Urgroßvater war Lokführer.

00:09:03: Mein Berufswunsch war aber

00:09:05: immer Juristin.

00:09:07: Ich wollte tatsächlich Richterin werden.

00:09:09: Ich wollte auch nicht.

00:09:11: Was haben wir denn los falsch gemacht?

00:09:13: Ich habe gar nichts falsch gemacht.

00:09:15: Ich habe mir nichts vorzuwerfen.

00:09:17: Das weißt du doch gar nicht.

00:09:19: Nein, bemerkenswert.

00:09:21: Sehr bemerkenswert.

00:09:23: Also Lokführer, auch stark.

00:09:25: Das ist eigentlich ganz gute Überleitung

00:09:27: zu unserem zweiten Gast, Marc.

00:09:29: Ja, und zu unserem zweiten Gast.

00:09:31: Wir haben jetzt quasi über den Vermieter

00:09:33: von Fläche gesprochen.

00:09:35: Und jetzt sprechen wir mit einem Mieter,

00:09:37: den wir uns lange überlegt.

00:09:39: Und das haben wir ja so ein bisschen angeteasert

00:09:41: auch in unserem Vorgespräch schon.

00:09:43: Wen könnten wir da nehmen?

00:09:45: Und dann fiel die Wahl relativ schnell

00:09:47: auf dich, Karl-Hans.

00:09:49: Weil, als wir uns mit der Geschichte

00:09:51: dieses Teilbereis deines Unternehmens

00:09:53: beschäftigt haben, also sprich mit

00:09:55: dem Bahnungsbuchhandel, ist uns relativ

00:09:57: schnell aufgefallen, wenn man in der

00:09:59: Geschichte zurückgeht.

00:10:01: Ich dachte, vorhin Ende des 19. Jahrhunderts,

00:10:03: also glaube ich 1852 war so der erste

00:10:05: Bahnhof mit 1854,

00:10:07: war zumindestens deine Familie

00:10:09: irgendwo schon mit am Start.

00:10:11: Und vielleicht magst du ganz kurz

00:10:13: dich unseren Hörern und Hörern ein bisschen

00:10:15: näher bringen.

00:10:17: Mein Name ist Karl-Hans Schmidt, ich bin

00:10:19: Geschäftsführer, Geschäftsführer

00:10:21: und Gesellschafter.

00:10:23: Der Karl-Schmidt und Co. Bahnungsbuchhandelung,

00:10:25: das Stammhaus, das hier auch

00:10:27: angeteasert wurde, weil wir sind seit

00:10:29: 1854 am Bahnhof, 1841

00:10:31: gegründet als Universitätsbuchhandelung

00:10:33: und einer der Altforderen,

00:10:35: wobei es keine direkte Linie

00:10:37: und Verwandtschaft ist, aber tatsächlich

00:10:39: auch ein Karl-Schmidt an der Stelle

00:10:41: Kontakte

00:10:43: familiäre in Richtung Köln hatte

00:10:45: und einer seiner Verwandten

00:10:47: war ein sehr

00:10:49: umtriebiger Mensch, der viel in Paris

00:10:51: unterwegs war und ihn dann drauf hingewiesen

00:10:53: hat.

00:10:55: Da musste man etwas angucken, das lohnt sich,

00:10:57: die haben in den Bahnhöfen

00:10:59: und London mittlerweile auch

00:11:01: Bahnungsbuchhandelung.

00:11:03: Also waren natürlich keine Bahnungsbuchhandelung,

00:11:05: das waren einen Kaufwegen

00:11:07: mit

00:11:09: später gegründet bei uns dann als Reiseliteralien.

00:11:11: Es stand aus

00:11:13: Zeitschriften, aus Heften

00:11:15: und aus Zeitungen.

00:11:17: Und es wurde dann, wenn ein Zug gefahren ist,

00:11:19: was

00:11:21: später in Heidelberg 4-mal am Tag der Fall war,

00:11:23: kam eben ein Mitarbeiter mit

00:11:25: diesem Wagen rein, hat ihn aufs Bahnsteig

00:11:27: geschoben

00:11:29: und hat versucht zu verkaufen.

00:11:31: Und das machen

00:11:33: übrigens alle drei Protagonisten, die das

00:11:35: damals in London, in Paris und

00:11:37: Heidelberg gegründet haben.

00:11:39: Diese Firmen gibt es alle noch.

00:11:41: Wir sind eine der Kleineren davon,

00:11:43: weil W. Smith und Hachet sind natürlich

00:11:45: Großkonzerne mittlerweile, die immer noch

00:11:47: in diesem Segment

00:11:49: Neudeutsch-Travel-Retail

00:11:51: unterwegs sind.

00:11:53: Es hat sich natürlich an der Stelle ganz viel

00:11:55: gewandelt in dem Laufe der Jahre, aber auch

00:11:57: das ist noch ganz normal.

00:11:59: Und wenn man in Deutschland so ein bisschen

00:12:01: die deutsche Bahn und die Geschichte verfolgt,

00:12:03: dann würde man sagen, seit der Hand in

00:12:05: Hand gewachsen.

00:12:07: Also ich sage mal so, mit dem Ausbreiten

00:12:09: der deutschen Bahn, mit der Beliebtheit des

00:12:11: Reisens, also wenn ich mich richtig informiert

00:12:13: habe, was ja besonders, insbesondere auch

00:12:15: nach dem zweiten Weltkrieg

00:12:17: in dieser Reiseboom noch mal so richtig durch

00:12:19: die Decke und dann am Ende

00:12:21: natürlich damit auch die Infrastruktur

00:12:23: des Bahnhofsbus handelt.

00:12:25: Dann korrigiere mich bitte ein paar Zahlen.

00:12:27: 2023

00:12:29: über 200 Millionen

00:12:31: Euro Presseumsatz, damit

00:12:33: in diesem Einzelverkauf quasi ein Marktanteil

00:12:35: von 9 Prozent, also immerhin

00:12:37: am Einzelverkauf. Wir haben immer noch

00:12:39: 490

00:12:41: Bahnhofsbuchhändler, wenn ich das richtig

00:12:43: im Kopf habe, so ungefähr.

00:12:45: Es sind ein paar weniger, also es sind 320

00:12:47: Bahnhofsbuchhandlungen, die noch als solche

00:12:49: betrieben werden. Sarah hat es ja vorhin gesagt,

00:12:51: es sind über 500 Bahnhöfe, die von der Bahn

00:12:53: wirklich Gebäuden betrieben werden.

00:12:55: Und davon sind 320

00:12:57: immer noch am Netz.

00:12:59: Meine sind ein paar rausgegangen in den letzten Jahren,

00:13:01: weil sie einfach zu klein waren, die Frequenzen

00:13:03: dafür nicht ausrechnen. Diese Anforderungen

00:13:05: auch die mit dem Bahnhofsbuchhandel verbunden

00:13:07: ist, es ist ja ein ganz spezielles Vertriebsformat.

00:13:09: Es wird nicht über den üblicherweise

00:13:11: Cross-up bedient, sondern wird mit

00:13:13: den Verlagen direkt kontrahiert. Das heißt,

00:13:15: wir haben eine direkte Lieferungsstatus, das macht

00:13:17: ein bisschen Arbeit, es sind auch organisatorische

00:13:19: Dinge, die da mit einer Rolle spielen. Aber

00:13:21: das ist natürlich so, dass die Bahnhöfe

00:13:23: immer noch als

00:13:25: die USP haben also das

00:13:27: Presseangebot.

00:13:29: Das war eigentlich so ein bisschen das, was

00:13:31: gewachsen ist. Karl-Hans, du hast jetzt die Möglichkeit,

00:13:33: unsere Höhren und Höhren davon zu überzeugen,

00:13:35: massenhaft in eurer Outlets

00:13:37: zu laufen. Was ist der USP

00:13:39: eines Bahnhofsbuchhandlers? Im Verhältnis

00:13:41: zu einem klassischen Einzelhändler, den

00:13:43: ich vielleicht um die Ecke habe.

00:13:45: Der durchschnittliche Einzelhändler heute hat

00:13:47: so knapp 200 Zitel im Sortiment

00:13:49: und im Angebot. Es gibt größere, es gibt kleinere.

00:13:51: Der Bahnhof hat

00:13:53: seiner, seit dem Kodix, den man vereinbart

00:13:55: hat, die Standards

00:13:57: mindestens 1000 Zitel im Angebot.

00:13:59: Eine normale größere

00:14:01: Bahnhofsbuchhandlung

00:14:03: im Ort ab 20.000, 30.000 Einwohner hat mehr

00:14:05: als 2000 Zitel im Angebot.

00:14:07: Das heißt, der Regel ist der Bahnhofsbuchhändler

00:14:09: der Einzelhändler

00:14:11: mit dem größten und breitesten Sortiment.

00:14:13: Und das ist eigentlich

00:14:15: das, was wir als USP haben, was wir über die

00:14:17: Jahre transportiert haben, was

00:14:19: übrigens auch Anfang der 90er

00:14:21: ganz lustig war,

00:14:23: im Osten der Bahnhofsbuchhandel nach

00:14:25: unserem, nach westlichem Vorbild etabliert

00:14:27: wurde. Es war vorher,

00:14:29: wurde das dann von einem Post-Zeitungsvertrieb

00:14:31: der DDR im Wesentlichen gemanagt.

00:14:33: Das waren kleine Kioske,

00:14:35: weißen Schalterverkauf. Wir hatten

00:14:37: zu der Zeit schon die ersten Formate

00:14:39: mit Begehbaren, Flächen und

00:14:41: Läden. Und es gab

00:14:43: dann später ein bisschen politischen

00:14:45: Diskurs an der Geschichte, aber wir waren

00:14:47: relativ früh am Netz und am Markt.

00:14:49: Das war eigentlich eine meiner ersten

00:14:51: Aktivitäten für die Company.

00:14:53: Wie die eigentlich, war damals Ende 20.

00:14:55: Und bin dann wirklich in Osten gegangen

00:14:57: und die erste und

00:14:59: einzige Bahnhofsbuchhandlung der DDR

00:15:01: wurde am 1.10.1990er

00:15:03: geöffnet. Also

00:15:05: tatsächlich ganz kurz vor der Wiedervereinigung.

00:15:07: Und es war

00:15:09: ein Riesenarbeit, hat mich unglaublich Spaß gemacht.

00:15:11: Da wirklich mal

00:15:13: zu betreten und Presse von vorne

00:15:15: neu zu etablieren, neu zu

00:15:17: installieren. Wir hatten

00:15:19: Riesenerfolge in der Anfangsphase,

00:15:21: weil das natürlich

00:15:23: was völlig Neues war.

00:15:25: Also A, ein Laden

00:15:27: mit 60, 70, 80 Quadratmetern

00:15:29: der 80%

00:15:31: der Regalflächen die Presse

00:15:33: belegt waren. Das muss man natürlich

00:15:35: sehen, die kulturell war es natürlich so,

00:15:37: dass innerhalb des Post-Zeitungsvertriebes

00:15:39: nur eine sehr sehr bremste Sortimente da waren.

00:15:41: Und für die meisten Verlage war das so

00:15:43: ein bisschen Goldgräberstimmung.

00:15:45: Ich weiß nicht wie es bei euch war.

00:15:47: Es waren wirklich fliegende Händler da, es wurden

00:15:49: Tische aufgebaut und

00:15:51: man hätte wahrscheinlich sogar die Betriebsanleitung

00:15:53: für ein Toaster oder ein Mixer verkaufen

00:15:55: können. Es war einfach ein unglaublicher Druck

00:15:57: da. Und

00:15:59: den Zwollen

00:16:01: war das ein bisschen das Problem der

00:16:03: Finanzierung. Also DDR-Mark versus

00:16:05: DMark.

00:16:07: Das hat sich natürlich dann im Rauf

00:16:09: des Wiedervereinigungsprozesses gelegt,

00:16:11: aber wir haben am Anfang alles gemacht.

00:16:13: Wir haben alles genommen und haben versucht

00:16:15: dann auch diese Läden als Zeug zu etablieren

00:16:17: dass wir sagen, wir bieten

00:16:19: alles an, auch wenn wir vieles nicht

00:16:21: verkauft haben.

00:16:23: Wir haben gesagt, wir versuchen über Waren drauf,

00:16:25: jetzt wollen Vielfalt zeigen, wir wollen

00:16:27: das Sortiment zeigen und auch da hat es

00:16:29: dann funktioniert diesen USP zu sagen,

00:16:31: komm, wenn du irgendwas suchst,

00:16:33: gehst du an den Bahnhof.

00:16:35: Jetzt hast du schon ein ganz tolles Stichwort geliefert

00:16:37: mit vielfalt, Presse vielfalt.

00:16:39: Sarah, nimm uns da mal mit

00:16:41: aus deiner Sicht zum einen, wie wichtig

00:16:43: ist du dieser Partner wie Karl-Han Schmidt.

00:16:45: Also die Partner-Bahnungsbuchhändler.

00:16:47: Aktuell sagt jetzt mal,

00:16:49: aber ihr vermietet ja nicht nur an Bahnungsbuchhändler,

00:16:51: sondern auch an Gastro und und und.

00:16:53: Also wie ist da so der

00:16:55: Kontakt zu sehen, wie wichtig und wie gut

00:16:57: ist die Zusammenarbeit mit den Bahnungsbuchhändlern

00:16:59: und wie siehst du das auch, wo soll das hingehen?

00:17:01: Das ist eine

00:17:03: schöne Frage. Also erst einmal haben wir

00:17:05: eine sehr gute Zusammenarbeit.

00:17:07: Nicht nur mit Karl-Hans,

00:17:09: das ist fantastisch, aber auch

00:17:11: mit fast allen unseren Mietern.

00:17:13: Wir sind sehr

00:17:15: partnerschaftlich unterwegs, arbeiten gut zusammen

00:17:17: und dann

00:17:19: kann man auch Dinge ausprobieren

00:17:21: und gemeinsam in die Zukunft blicken.

00:17:23: Und mir ist ganz wichtig, wenn man sich den

00:17:25: Bahnhof anguckt, dann gehen da

00:17:27: jeden Tag tausende

00:17:29: Menschen ein und aus.

00:17:31: Der Bahnhof ist eigentlich so nochmal

00:17:33: Lagerfeuer von früher, wenn man so will.

00:17:35: Da treffen sich die Menschen,

00:17:37: die kommen zusammen,

00:17:39: es ist ein Reisestopp,

00:17:41: die sie tauschen Geschichten aus.

00:17:43: Waregeschichten,

00:17:45: unware Geschichten,

00:17:47: Informationen

00:17:49: und genau das bietet an der Stelle schon mal der

00:17:51: Bahnhofsbuchhandel.

00:17:53: Genau das gibt es da.

00:17:55: Fiktion, im Buch,

00:17:57: zu einer Biografie von Zeitschriften,

00:17:59: Zeitungen, Informationen etc.

00:18:01: Deswegen ist der Bahnhofsbuchhandel

00:18:03: für uns, für die kulturelle Vielfalt,

00:18:05: das gerade gesagt auch Medien-

00:18:07: Vielfalt, ein ganz, ganz wichtiger

00:18:09: Player.

00:18:11: Nicht der einzige Player.

00:18:13: Und auch da versuchen wir jetzt

00:18:15: mit meinem Team

00:18:17: eine neue Strategie zu verfolgen.

00:18:19: Die heißt,

00:18:21: dass wir an unseren Bahnhöfen

00:18:23: ein Stück Heimat unterwegs

00:18:25: schaffen wollen.

00:18:27: Was heißt das?

00:18:29: Das kann man sich ja so schnell sagen.

00:18:31: Das heißt für uns, dass wir letztlich

00:18:33: den Menschen unterwegs

00:18:35: zum einen in ihren regionalen

00:18:37: Bäcker bieten wollen,

00:18:39: die Möglichkeit

00:18:41: an den Bahnhofsbuchhandeln

00:18:43: oder am Kiosk oder Ähnlichem

00:18:45: sich heimisch zu fühlen,

00:18:47: aber eben auch den internationalen

00:18:49: Gästen die großen Marken,

00:18:51: bei denen sie halt so ein Stück Sicherheit

00:18:53: mitnehmen können.

00:18:55: Und parallel dazu,

00:18:57: wie ich ganz gesagt Richtung

00:18:59: Zukunft geblickt,

00:19:01: gibt es bei den Personenbahnhöfen

00:19:03: natürlich nicht nur mein Team

00:19:05: und uns, sondern

00:19:07: insgesamt über 8.000 Kollegen,

00:19:09: die sich darum kümmern,

00:19:11: die Bahnhöfe so attraktiv wie möglich

00:19:13: zu machen.

00:19:15: Und das machen wir unter dem Produkt,

00:19:17: die Bahnhöfe zukunftsfähig aufzustellen,

00:19:19: ganzheitlich zu entwickeln,

00:19:21: dass sie mehr Wartemöglichkeiten haben

00:19:23: für unsere Gäste,

00:19:25: dass es attraktiver ist,

00:19:27: dass es sauberer ist,

00:19:29: dass es sicherer wird, dass man sich wohler fühlt.

00:19:31: Und daran arbeiten wir zusammen,

00:19:33: mit allen zusammen.

00:19:35: Und bei uns im kleinen Team geht es um die

00:19:37: Gastro-Fielfalt, um die Einkaufs-Fielfalt,

00:19:39: die wir schaffen wollen.

00:19:41: Wir hatten es am Anfang auch, Mark.

00:19:43: Ich persönlich bin ein großer Freund

00:19:45: von Bahnhöfen und auch von Flughefen.

00:19:47: Ich finde, das hat eine unfassbare Faszination.

00:19:49: Du hast jetzt auch gerade gesagt,

00:19:51: dass da kommt alles zusammen,

00:19:53: dass wir uns zurückziehen,

00:19:55: aber es ist immer spannend.

00:19:57: Aber auch immer anders.

00:19:59: Ein Bahnhof ist ja nicht gleich wie der anderen Bahnhof.

00:20:01: Was ist das für eine unglaubliche Mammut-Aufgabe?

00:20:03: Sicherlich wollte ich jetzt nicht alle Bahnhöfe

00:20:05: so gestalten,

00:20:07: dass die alle gleich aussehen.

00:20:09: Das macht ja das ganze Thema auch langweilig.

00:20:11: Aber wie gehst du dann mit deinem Team

00:20:13: morgens an die Arbeit,

00:20:15: würde ich sagen, das ist eine unfassbare Aufgabe.

00:20:17: Wie viele Bahnhöfe

00:20:19: wollt ihr in den nächsten,

00:20:21: wenn wir uns die Arbeit bringen?

00:20:23: Das ist ja gefühlt so ...

00:20:25: Das ist ja irre.

00:20:27: Wo nimmst du da die Energie

00:20:29: und auch die Kraft,

00:20:31: da immer wieder zu sagen, doch,

00:20:33: das gehen wir anders schaffen, egal ob die Widerstände kommen.

00:20:35: Es ist auch ein Geldthema.

00:20:37: Sowohl als auch.

00:20:39: Wir haben 5400 Bahnhöfe,

00:20:41: die bis 2040

00:20:43: als Zukunftsbahnhöfe entwickelt werden sollen.

00:20:45: Bei den 5400 fallen natürlich nicht

00:20:47: alle auf uns,

00:20:49: die wir entwickeln.

00:20:51: Da gibt es jetzt Standards,

00:20:53: die eine gleichwertige Qualität geben sollen.

00:20:55: Darum geht es vor allen Dingen.

00:20:57: Unsere Bahnhöfe sind bunt.

00:20:59: Unsere Bahnhöfe sind so vielfältig,

00:21:01: wie die Gesellschaft da draußen

00:21:03: und wie unser Land.

00:21:05: Und da ist es auch gar nicht gewünscht,

00:21:07: dass alle Bahnhöfe

00:21:09: das gleiche Gesicht haben

00:21:11: und gleich aussehen,

00:21:13: sondern dass die Bahnhöfe,

00:21:15: so wie es zu der Region passt,

00:21:17: wieder spiegeln und dann

00:21:19: auch den Angebotsmix

00:21:21: dort vor Ort widerspiegeln.

00:21:23: Und ich habe ein fantastisches Team,

00:21:25: das genauso vielfältig ist wie unsere Bahnhöfe

00:21:27: und

00:21:29: hoch motiviert ist, genau den Gästen

00:21:31: da draußen

00:21:33: diesen Anspruch mitzugeben.

00:21:35: Zu sagen, hey, wir haben eine Qualitätsanspruch.

00:21:37: Wir sehen eure individuellen Bedürfnisse

00:21:39: da draußen

00:21:41: und denen wollen wir begegnen

00:21:43: und wir möchten jedem, der hier unterwegs ist,

00:21:45: jemand mitgeben

00:21:47: und seinen Stück Schmunzeln mitgeben

00:21:49: auf dem Weg durch den Bahnhof

00:21:51: und diese Bedürfnisse erfüllen.

00:21:53: Karl-Hans, wie wichtig ist das für dich auch

00:21:55: als Anbieter von Presse?

00:21:57: Ich könnte mir vorstellen,

00:21:59: dass es für jemanden,

00:22:01: der am Bahnhof ist und sich wohlfühlt,

00:22:03: einfacher ist, in deinem Geschäft zu gehen

00:22:05: und dort auch mit Freude was zu kaufen.

00:22:07: Wie wichtig ist da das, was die Sarah gerade erzählt,

00:22:09: auch für euer Geschäft

00:22:11: und wo könnten die vielleicht auch mitwirken

00:22:13: und die, aber da muss mehr integriert werden.

00:22:15: Ich glaube, das war so ein bisschen das Problem

00:22:17: der letzten Jahre,

00:22:19: dass die Bahnhofsvorplätze,

00:22:21: das Umfeld des Bahnhofs tatsächlich immer schwieriger wurde

00:22:23: und die Bahnhöfe selbst

00:22:25: sind auch in die Jahre gekommen.

00:22:27: Ich meine, da wurde auch von Seiten der Bahn

00:22:29: nicht mehr wirklich viel investiert.

00:22:31: Es gab eine Phase Anfang der 20er,

00:22:33: wo sehr viel Geld in die Hand genommen wurde,

00:22:35: sehr extern, aber mit Ansätzen,

00:22:37: die eigentlich nicht dem wirklichen

00:22:39: Anforderungen Bahnhof,

00:22:41: also der Mobilität entsprechend waren,

00:22:43: da war eher der Gedanke, man versucht

00:22:45: Einkaufszentren auf die Schiene zu setzen.

00:22:47: Da wurde damals gesprochen so von Einkaufszentren

00:22:49: mit Gleisanschluss.

00:22:51: Ich glaube, das war eine Idee,

00:22:53: die sich relativ schnell raus,

00:22:55: als wirklicher Fehler rausgestellt hat,

00:22:57: weil es ist einfach nicht so.

00:22:59: Der Verkehr am Bahnhof ist deutlich schneller,

00:23:01: macht übrigens auch den Unterschied zum Flughafen aus.

00:23:03: Wenn du im Flughafen bist, aus eigener Erfahrung,

00:23:05: ich weiß nicht, wie gut deine Nerven sind,

00:23:07: aber in der Regel sind die meisten

00:23:09: die in der Bahn sind, die sind bei der Bahn.

00:23:11: Ich glaube, die Bahn arbeitet dran.

00:23:13: Die Sache kann an der Stelle nichts dazu.

00:23:15: Es ist einfach ein Infrastrukturthema,

00:23:17: das ist ja nicht nur ein Bahnthema,

00:23:19: das sehen wir an unseren Brücken, das sehen wir auf den Straßen.

00:23:21: Da ist relativ viel in den letzten Jahren liegen geblieben.

00:23:23: Das ist ja auch ein Thema,

00:23:25: das wir in der Bahn haben, das wir in der Bahn sind,

00:23:27: das ist ein Thema, das wir in der Bahn haben.

00:23:29: Das ist ein Thema, das wir in der Bahn haben,

00:23:31: das wir in der Bahn haben, das ist ein Thema,

00:23:33: das wir in der Bahn haben.

00:23:35: Das ist ein Thema, das wir in der Bahn haben,

00:23:37: relativ viel in den letzen Jahren liegen geblieben und bis Infrastruktur wieder

00:23:42: nachgeholt wird, das dauert natürlich. Auf der anderen Seite, wenn es gelingt

00:23:45: das Umfeld der Bahnhöfe, so ein bisschen, also auch mit den Städten ein bisschen mehr in Kontakt zu kommen.

00:23:50: Das ist ja das, was ich mir mein, der Regionalität, der Bezug, dass der Bahnhof wieder

00:23:55: Teil des Stadt- und der Stadtkultur wird und dann auch wieder selbstverständlich als solches angenommen wird.

00:24:00: Ich glaube, das ist ein ganz, ganz spannendes Thema und da ist natürlich wichtig, dass der Handelsbesatz vor Ort

00:24:06: stimmt, dass die Formate stimmen, dass das auch so ein bisschen abgestimmt ist und wenn dann

00:24:12: auch der Versuch, lokale Bäcker zu integrieren, also einfach ein bisschen mehr lokal kolori

00:24:18: reinzukriegen und auch für die Kunden dann ein bisschen mehr Wiedererkennungseffekt.

00:24:22: Das ist natürlich für uns alle elementarwichtig, aber es gibt so ganz banale Dinge wie

00:24:26: Sicherheitshauberkeit, das ist so ein Thema, was ganz, ganz wichtig und

00:24:30: man ist nie das Problem an Flughäfen gewesen. Das ist an Bahnhöfen leider in den letzten Jahren

00:24:35: deutlich gekippt, hängt natürlich auch ein bisschen an der Gesamtsituation in Deutschland,

00:24:40: dass einfach der Bahnhof immer schon ein bisschen der Anziehungspunkt war für Menschen, die halt,

00:24:45: sozusagen, nicht entdurzelt, aber die doch nicht wissen, wo sie den Tag verbringen sollen.

00:24:50: Das ist so ein bisschen ein Thema, was einfach die Kommunikation muss da besser werden

00:24:55: und wir leben natürlich davon, dass die Kunden gerne zum Bahnhof gehen.

00:24:59: Also wir können nicht nur von den Reisen leben, das ist toll, aber wir brauchen auch tatsächlich so ein bisschen

00:25:05: den Bezug zur Stadt. Wir wissen, ich habe vorhin gesagt, wenn du irgendwas suchst,

00:25:09: das soll ich gar nicht sagen.

00:25:10: Das ist so das, was wir eigentlich im Kopf haben wollen für den Kunden.

00:25:14: Wenn du irgendwas suchst, dann gehst du zum Bahnhof und dann ist es natürlich schön, wenn du da gern hingehst.

00:25:19: Aber ich würde gerne auf diese Herausforderung eingehen wollen.

00:25:21: Also eigentlich brauchst du ja heute schon eine Umgebung, die zum Verweilen einlädt.

00:25:26: Jetzt ist nicht jeder Bahnhof momentan so aufgestellt, dass er dir das bietet für deine Shops.

00:25:32: Was machst du als Inhaber, um die Leute einzuladen, in den Regalen zu stöbern,

00:25:38: vielleicht auch mal so wie wir es in unserem Vorgespräch hatten, eine Stunde zu überbrücken,

00:25:42: versucht ihr auch Wohlfühl-Uasen natürlich dann auch in euren Stores zu schaffen,

00:25:48: dass die Leute einfach da gerne reingehen, sich wohlfühlen?

00:25:51: Ich glaube, ich glaube, ja, ich glaube, das gelingt uns.

00:25:54: Wir sind in vielen Fällen, sind wir eigentlich der Warteraum.

00:25:58: Ich meine, Sarah wird es selbst aus eigener Erfahrung.

00:26:01: Es ist ja nicht so, dass die Bahn tatsächlich die Möglichkeit hat,

00:26:04: in jedem dieser Standorte auch noch Warteflächen einzueichen.

00:26:07: Ich meine, es ist einiges passiert in dem Bereich,

00:26:09: dass also auch wirklich in der Bahnhofswahl warten kann,

00:26:11: dass da Sitzmöglichkeiten geschaffen wurden.

00:26:14: Und es tut sich einiges.

00:26:16: Wir waren immer, es hat uns eigentlich auch gut getan, so ein bisschen gefühlt der Warte und Überbrückungsraum.

00:26:22: Unsere Läden sind freundlich, hell, durch Laufzonen, durch Aufenthaltszonen.

00:26:28: Und, sag mal, muss ehrlich sein, in den 80er/90er hast du bei vielen Bahnhofsbruchhändlern

00:26:33: noch über dem Regal so ein Zettelchen gefunden, nicht blättern, bitte.

00:26:37: Genau.

00:26:38: Nicht schauen, kaufen.

00:26:41: Nicht anfassen.

00:26:42: Wir sind keine Bibliothek.

00:26:44: Es ist kein Leses.

00:26:46: Es gab es auch ganz, es war einfach so, dass damals die Wahrnehmung ist ein anderer.

00:26:51: Wir haben irgendwann mal kapiert, dass es natürlich wichtig ist, die Leute vor Ort zu haben.

00:26:55: Du kannst nur Menschen was verkaufen.

00:26:57: Ich meine, das merken wir jetzt oder auch in der Nachkurrenanzeit.

00:26:59: Du kannst nur Menschen was verkaufen, die auch vor Ort sehen.

00:27:03: Also alles, was du da versuchst, an Atmosphäre, an Laden, an Präsentationen, an Warentruck zu erzeugen,

00:27:09: an Wohlfühleatmosphäre zu schaffen, läuft alles fehlt, wenn du halt nicht die Chance kriegst,

00:27:15: die Leute auch wirklich in deine Leben zu kriegen.

00:27:17: Sarah, siehst du das auch so, wie Karl Hansons sagt, dass er das quasi übernehmen muss,

00:27:23: sage ich mal, anfringlich strichen?

00:27:24: Ja, das ist ja fast ein kaltes, kaltes Partner.

00:27:26: Wir machen Redes, machen Redes, machen Redes, machen wir es sogar gerne.

00:27:28: Streitgespräche unter unseren Gästen, ja.

00:27:30: Wir machen das ja gerne.

00:27:32: Aber das ist da sicherlich auch dein Anspruch oder genau, dass du forcieren zu fördern,

00:27:36: diese Wohlfühloasen zu schaffen?

00:27:38: Genau, wir versuchen, viel mehr Orte zu haben, an denen man gerne verweilt.

00:27:44: Und das kann man natürlich auf zweierlei hinbekommen.

00:27:47: Einmal ist es so, dass nicht alle Gäste zu jeder Zeit etwas konsumieren möchten

00:27:53: oder etwas kaufen möchten und dementsprechend sich dann auch nicht in die schon zum Teil

00:27:58: gegebenen Cafés oder Sitzmöglichkeiten unserer Mieter begeben wollen,

00:28:03: sondern eben auch die Möglichkeit haben, am Bahnhof zu sitzen und sich wohl zu fühlen.

00:28:07: Und deswegen haben wir uns auf den Weg gemacht, mit unserer Nachbarabteilung genau das zu verbinden.

00:28:13: Und zu sagen, na ja, wir hätten gerne Attraktives warten

00:28:17: und möchten bestenfalls die Informationen, die man für den Bahnhof noch braucht,

00:28:21: die reisenden Informationen, die man an dem Zugzielanzeiger sehen kann,

00:28:26: mit dort, wie man das vom Flughafen eigentlich kennt.

00:28:29: Man setzt sich dahin und man kann dort sitzen, man sieht,

00:28:32: wann die Züge abfahren und gleichzeitig hat man aber eben auch das Angebot,

00:28:37: noch was zum Lesen mitzunehmen oder aber etwas zu trinken.

00:28:43: Aber man muss es nicht.

00:28:44: Das ist ganz wichtig, dass man eben auch Wartepereiche schafft,

00:28:46: bei denen wir keinen Konsumzwang haben.

00:28:49: Das pilotieren wir, das pilotieren wir zum Beispiel jetzt gerade in Kiel.

00:28:52: Das klappt sehr, sehr gut.

00:28:54: Da gibt es einen Wartepereich, an dem man keinen Verzehrzwang hat,

00:28:58: neben einem einer bekannten Kaffeemarke.

00:29:01: Dann werden wir teutäutäutäut es an anderen großen Bahnhöfen

00:29:06: auch so vertesten, noch mal mit anderen unterschiedlichen Punkten.

00:29:10: Und dann, mein Lieblingsbahnhofsbuchhandel ist ja der Frankfurter Standort von Karl Hans.

00:29:17: Jetzt muss ich trotzdem einmal kurz rüber switchen zu einem anderen Großen,

00:29:21: nämlich dem Relay im Berliner Hauptbahnhof.

00:29:24: Da haben wir gerade das AIDA-Kaffee mit installiert vor anderthalb Monaten.

00:29:27: Und das merkt man schon auch, dass eine große Wertigkeit damit einhergeht,

00:29:33: dass man da gerne sitzt, dass man von diesen Sitzmöglichkeiten,

00:29:36: die dieses AIDA-Kaffee schafft, auch dann auf das Presseangebot

00:29:40: und auf das Bahnungsbuchhandelsangebot schauen kann.

00:29:43: Und das natürlich nochmal einlädt zu sagen,

00:29:45: ich greife hier nochmal zu und sitze bei meinem guten Kaffee und lehste die Zeit.

00:29:49: Da beantworte ich schon fast meine spontane Frage,

00:29:51: inwieweit ihr quasi eure Partner, also die anmieten,

00:29:56: mit in diese Ideen mit einbezieht.

00:29:58: Ich denke, jeder hat so seine Erfahrung mit seinen Kunden

00:30:01: und hat eine Vorstellung von dem, was möchte ich eigentlich meinen Kunden und Kundinnen bieten,

00:30:07: um attraktiv zu sein.

00:30:09: Und ich denke, da gibt es bestimmt bei vielen auch eine große Schnittmenge.

00:30:12: Hol dir die App dazu auch und befragte sie, was können wir für euch besser machen?

00:30:16: Also sprich halt eben und bei der Entwicklung der Konzepte,

00:30:18: wir haben eine Vision, da wollen wir hin und wie seht ihr das?

00:30:21: Ob wir unsere Mieter abholen?

00:30:22: Ja, ja.

00:30:23: Die sind ja am Ende diejenigen, die unsere Dehnen umsetzen müssen selbstverständlich.

00:30:26: Ja, ja, klar.

00:30:27: Aber es gibt ja Dinge, die sie direkt umsetzen müssen

00:30:29: und es gibt ja Dinge, was da verändert, die Struktur im Bahnhof herum

00:30:33: oder eben im Gebäude.

00:30:34: Ja, und ist das dann zuträglich letzten Endes auch, stellt ihr euch das auch vor?

00:30:38: Oder habt ihr Ideen, wie wir das anders machen können?

00:30:40: Also mir geht es ja nur, also es gibt einen Austausch am Ende.

00:30:43: Ja, auf jeden Fall.

00:30:45: Also vielleicht möchte Karl-Hanster einhaken oder widersprechen.

00:30:48: Aber aus meiner Sicht ist es eine der neben unseren Gästen am Bahnhof,

00:30:53: die wir auch befragt haben im letzten Jahr das erste Mal

00:30:55: und ist jetzt auch nochmal wieder gerade derzeit machen.

00:30:59: Was gewünschen sich eigentlich unsere Gäste an Konsumangebot am Bahnhof?

00:31:04: Ist das die wichtigste Achse zu erfahren, was funktioniert denn im Geschäft?

00:31:08: Ja, unsere Mieter sind diejenigen vor Ort, die haben die Gäste jeden Tag

00:31:12: dort in diesen Geschäften und selbstverständlich ist das eine der wichtigsten Anknüpfe.

00:31:17: Ja, aber also spannend, wenn man nicht so...

00:31:19: in der Materie drin steckt, macht man sich vielleicht nicht die Gedanken, ob das so sein

00:31:22: würde.

00:31:23: Du hast dir an der Stelle wirklich eine gute und offene Kommunikation, wie sich da entwickelt.

00:31:28: Weil es ist ja unser weiter Interesse, dass das funktioniert, was wir da was machen.

00:31:32: War das nicht immer so?

00:31:33: Es ist ganz schön schwierig, weil manchmal kommen Ideen von außen drauf.

00:31:37: Das war so Anfang der 20er, wo man dann sagt, okay, wir können das alles umsetzen, wir können

00:31:41: das auch bedienen.

00:31:42: Ja, Bahnhofsbuchhandel hat immer schon so in mehreren Enthappen sich, ich will nicht

00:31:47: sagen neu erfunden, aber wir haben immer wieder Formate entwickelt, die eben marktfähig sind.

00:31:51: Das waren am Anfang, waren es Verkaufsdresen, dann war es ein Schalterbereich, dann waren

00:31:57: es die ersten begehbaren Flächen in den Bereichen so 50 bis 70 Quadratmetern, dann gab es die

00:32:01: ersten Großflächen.

00:32:02: Ende der 90er in Frankfurt war eine der ersten Großflächen, Düsseldorfer, glaube ich mal,

00:32:07: eine ganz gigantische Fläche von über 1000 Quadratmetern.

00:32:09: Da wurde auch viel experimentiert.

00:32:11: Da wurde immer wieder neue Versucht, Formate zu entwickeln, die zeitgemäß sind.

00:32:16: Die Integration vom Buch.

00:32:17: Buch hat immer größere Rolle gespielt.

00:32:19: Es gab mal Ansätze, Taschenbuchläden oder Buchläden extra zu präsentieren, neben den

00:32:24: Presseläden.

00:32:25: Aus unserer Sicht hat sich, so mal vom Format her, einfach auch von der Aufenthaltssituation

00:32:29: der Kunden, die ja nicht ganz so lange wie jetzt in einem klassischen Einkaufszentrum

00:32:34: oder einem klassischen Flughafen unterwegs sind, sondern versuchen, möglichst schnell

00:32:37: auf das Gleis zu kommen.

00:32:38: Da haben wir versucht, deutlich Format anzubieten mit Pressezonen, mit Buchzonen, der Pressekund,

00:32:46: der Buchkunde ist schneller unterwegs, orientiert sich auch ein bisschen schneller.

00:32:49: Der Buchkunde möchte eher verweilen.

00:32:51: Wenn wir die Flächen dazu haben, dann können wir das alles wirklich gut spielen.

00:32:56: Und das Schöne ist, dass wir jetzt einen aktiven Austausch haben in der Weiterentwicklung

00:32:59: von Formaten, weil wir profitieren ja auch davon, wenn der gesamte Bahnhof funktioniert.

00:33:04: Das ist ja nicht nur so, dass wir da so ein bisschen uns natürlich als wichtig empfinden,

00:33:09: sondern es geht darum, dass wir das Gesamtkonzept bestimmig werden, dass die ganze Bahnhofskommunikation

00:33:16: auch nach außen ein bisschen offensiver wird.

00:33:19: Natürlich muss die Qualität dann stimmen, das Produkt muss stimmig sein, aber ich glaube,

00:33:23: wir sind da wirklich auf einem ganz, ganz guten Weg, dass da neue Formate auch mal ausprobiert

00:33:28: werden.

00:33:29: Es ist immer eine Frage der Flächenrechtsrektion, die da ist, muss man ehrlicherweise sagen,

00:33:33: weil bestimmte Dinge wie jetzt zum Beispiel für Weihlzonen zu integrieren dürfen einfach

00:33:38: bestimmter Flächen, weil sonst wird es nicht wahrgenommen, das muss funktionieren.

00:33:42: Wir haben da auch die eine oder andere Idee und ich glaube, der Austausch, das war eigentlich

00:33:46: das, was Dessert aufhört, eben gerade gesagt hat, das ist das Elementare.

00:33:49: Und der ist sehr, sehr gut geworden.

00:33:51: Der Austausch war vorher auch schon da, aber es war eine andere Form des Austauschs, weil

00:33:58: die Bahn zu der Zeit auch wirklich versucht hat, den Besatz in den Bahnhöfen zu standardisieren

00:34:04: in vielen Fällen, aber es kommen natürlich jetzt auch Grenzen.

00:34:07: Mein Convenience ist ein sehr, sehr wichtiger Faktor geworden im Retailbereich, aber die

00:34:12: Frage ist, ob ich halt auch Formate am Leben erhalte, nämlich den Bahnhofsbuchhandel als

00:34:17: eigenständiges Produkt und umhinarum die Foodbereiche schaffe.

00:34:21: Alle Versuche, mehr Konsum in die Bahnhöfe reinzubringen, geht vielleicht an den ganz

00:34:25: großen Flächen, an den mittleren Flächen ist klassischer Retail- und Handel schwierig,

00:34:30: weil das einfach nicht die Aufenthaltssituation einfach eine andere ist.

00:34:34: Meistens Kunden, ich weiß nicht, wie es geht.

00:34:36: Ihr guckt ja auch, dass er maximal eine Viertelstunde vorab fahrt, da seid die Informationssysteme,

00:34:41: die Sarah ankündigt.

00:34:42: Oder eine Stunde.

00:34:43: Oder eine Stunde.

00:34:44: Oder eine Stunde.

00:34:45: Oder eine Stunde.

00:34:46: Oder eine Stunde.

00:34:47: Nach der Nachhensache, würde ich sagen.

00:34:48: Aber es ist natürlich so, was wichtig wäre, und das ist das Flughafenthema, was die Sarah

00:34:53: eben gesagt hat, wir brauchen die Informationen auch in unseren Läden, dass der Kunde sicher

00:34:57: fühlt.

00:34:58: Das ist ein sehr deutsches Phänomen, dass die Leute tatsächlich auf dem Zug gegen

00:35:02: Bahnsteig warten.

00:35:03: Weil sie Angst haben, den Zug zu verpassen.

00:35:05: Das ist völlig irre.

00:35:06: Wir hatten immer gedacht, Mannheim ist eine der Standorte in Deutschland mit einer höchsten

00:35:13: Umsteigefrequenz.

00:35:14: Von Nord-Südlinien, die dort zusammentreffen.

00:35:18: Und wir haben immer gesagt, mein Gott, es ist ja, gut, die haben eine Überdachung drin.

00:35:22: Das ist alles ganz nett.

00:35:23: Aber am Zug gegen Bahnsteig, in November, dann stehende Leute dort tatsächlich eine Viertelstunde.

00:35:29: Du hast zwei Minuten in den Laden von uns.

00:35:32: Und wenn ich da drin sagen könnte, pass auf, dein Zug fährt in fünf Minuten.

00:35:36: Und das funktioniert auch.

00:35:37: Also auch die psychologische Angst.

00:35:41: Da steht Viertelstunde verspätung.

00:35:43: Jetzt kommt der aber schon vielleicht in zehn Minuten.

00:35:45: Was ist dann?

00:35:46: Dann ist er weg.

00:35:47: Ich glaube, so zuständig wie am Flughafen, dass dann Marc Oliver nochmal ausgerufen wird,

00:35:53: weil man oft wartet.

00:35:54: Das wird wahrscheinlich nicht schwierig sein.

00:35:57: Aber Sarah, du hast vorhin erzählt, ihr macht regelmäßig Befragungen.

00:36:00: Was kommt da bei rum?

00:36:02: Was sind so die größten Bedürfnisse?

00:36:04: Die größten Bedürfnisse sind vor allen Dingen schnelles Geschäft.

00:36:09: Das ist das Erste, das Schnelligkeit.

00:36:11: Es sind sehr, sehr vieles Impulskäufe.

00:36:15: Karl-Hans hat es gerade gesagt, die meisten Leute sind vor Ort, weil sie reisen.

00:36:19: Wir haben natürlich auch weitere Besucher und Gäste, aber der überwiegende Teil geht

00:36:24: auf die Reise und möchte sich für die Reise versorgen.

00:36:27: Da sind ganz, ganz wichtig Kaltgetränke, heißgetränke, Snacks unter den Top 10 auch Zeitschriften

00:36:36: und Bücher.

00:36:37: Und natürlich die Gastronomie, sich zu versorgen mit Essen und Getränken.

00:36:43: Die Masicherheit und Sauberkeit?

00:36:46: Ah, ja.

00:36:47: Willst du dir so gerne drüber sprechen?

00:36:49: Will ich nicht so gerne drüber sprechen, müssen wir aber drüber sprechen.

00:36:51: Das tun wir auch im Konzern sehr, sehr intensiv, nachdrücklich und mit einer guten Zukunftsperspektive

00:37:00: für unsere Gäste und auch für unsere Mieter.

00:37:03: Das ist ein Punkt.

00:37:05: Insbesondere die Sauberkeit können wir noch besser direkt steuern, weil es natürlich noch

00:37:12: mehr von uns abhängt, was für einen Service wir zur Verfügung stellen.

00:37:17: Bei der Sicherheit sind wir noch mal mehr darauf angewiesen, dass unsere Gesellschaft sich

00:37:23: gut verhält.

00:37:24: Ich hatte einen Wandenaustausch mit der japanischen Bahn, bei der wir nach Frequenzen gefragt

00:37:31: haben, wie häufig sie Dinge reinigen oder auch wie Wandalismus anfällig bestimmte

00:37:36: Punkte sind.

00:37:37: Und die haben gesagt, das ist bei uns überhaupt gar kein Problem.

00:37:41: Das scheint aber ein gesellschaftliches Phänomen zu sein.

00:37:44: Und da müssen wir gesamthaft dran, wir als Deutsche Bahn arbeiten daran, haben unterschiedliche

00:37:51: Projekte dahingehend jetzt aufgesetzt und werden da in den nächsten Jahren hoffentlich

00:37:56: eine Verbesserung spüren.

00:37:58: Okay.

00:37:59: Und was mich nochmal interessieren würde, weil du ganz am Anfang gesagt hast, ihr habt

00:38:03: zu eurer Mieter tolle Verhältnisse.

00:38:04: Das ist ja nicht einmal so normal, wenn ich mich als Mieter sehe und mit meinem Vermieter

00:38:09: habe ich auch kein Problem, aber es gibt ja schon öfter mal Mietstreitigkeiten.

00:38:13: Jetzt hast du viel zu tun mit deinem Team, weil ihr musst viel umbauen.

00:38:17: Umbauen heißt aber auch wahrscheinlich bauliche Maßnahmen, Einschränkungen wiederum für

00:38:22: die Mieter von euch.

00:38:23: Wie nehmt ihr die da mit und wie hoch ist da auch so dieser Stresspegel, dann mit eurer

00:38:28: Mieter, die sagen, jetzt habe ich hier direkt vor meinem Laden eine Riesenbaustelle.

00:38:31: Umbauen tut auch die Nachbarabteilung.

00:38:35: Das ist gut, damit er nicht zu tun.

00:38:38: Doch, haben wir selbstverständlich auch mit denen sind wir gut verknüpft und unsere

00:38:41: Mieter auch direkt mit der Bauabteilung gut verknüpft.

00:38:44: Auch da gibt es Mieter, die die Prozesse sehr, sehr gut schon kennen.

00:38:51: Unsere Prozesse sind in Teilen etwas herausfordernder als andere Prozesse, weil wir Sonderbauten

00:38:58: sind.

00:38:59: Das darf man nicht vergessen.

00:39:00: Wir haben besondere Sicherheitsvorschriften bei uns, was Brandschutz anbelangt etc.

00:39:05: Und da kann man die Mieter mit Sicherheit immer noch einen Tacken mehr mitnehmen, weil man

00:39:12: immer noch besser werden kann.

00:39:14: Wir haben uns im letzten Jahr auf den Weg gemacht, diesen gesamten Mieter Ausbau und

00:39:18: Umbauprozess, jetzt spreche ich über die Flächen der Mieter, zu verbessern, zu vereinheitlichen,

00:39:24: so dass die Mieter auch genau wissen, was sie eigentlich erwartet.

00:39:28: Dann gibt es Großbaustellen.

00:39:29: Wir sind jetzt hier in München, da erfolgt aus meiner Perspektive schon gute Vorabkommunikation,

00:39:39: Jahre zuvor in der Planung mit Sicherheit, können wir da auch noch besser werden.

00:39:43: Aber das kann Karl-Hans definitiv noch mal aus seiner Perspektive stellen.

00:39:46: Den Ball würde ich mir mal überstimmt wählen, aber du hast auch München erwähnt, da ist

00:39:49: es bei dem Thema Presse und der Pressevielfalt und der Möglichkeit, sich Preste zu kaufen.

00:39:53: Gerade in München gibt es natürlich schon große Einstädte.

00:39:55: Da gibt es dann plötzlich das Geschäft, was sehr viel kleiner geworden ist, weil da ein

00:40:00: Dreck nebenan gebaut wird.

00:40:01: Das bedeutet, da wird dich dann auch Umsatzverlust in der Zeit.

00:40:04: Also solche Situationen haben wir natürlich alle.

00:40:06: Das Bahnhofsbruchhandel ist nicht nur ein Schmitt und Hahn oder ein Schmitt und Kotthema,

00:40:11: es ist eine Bauchung, wir sind ja relativ in der Wahrnehmung, zumindest für den Kunden,

00:40:16: relativ homogen.

00:40:17: Weil das Bahnhofsbruchhandel gibt es eigentlich in allen Bahnhöfen.

00:40:21: Die Firma spielt dabei eine eher untergeordnete Rolle.

00:40:25: Aber die Bausituation, wir haben zwei Bausituationen, die uns betreffen.

00:40:28: Das ist einmal der Umbau direkt im Bahnhof.

00:40:30: Aber wir haben natürlich auch mittelbare Bauprojekte, wie aktuell zum Beispiel in der Situation,

00:40:36: die Schnellbahnstrecke Mannheim-Frankfort wird erneuer.

00:40:38: Das bedeutet für beide Bahnhöfe, die Bahn ist sehr stolz, dass die Umleitungsverkehre

00:40:43: knapp 76, 78 Prozent Frequenz aufgenommen haben.

00:40:47: Also Bus und sonstige Umleitungssysteme.

00:40:50: Die für eine Strecke, die vorher in knapp 45 Minuten gefahren ist, jetzt 120, es ist für

00:40:56: die kundene Belastung, aber es ist natürlich für uns eine Belastung, weil 24 Prozent weniger

00:41:00: Kunden spielen natürlich bei uns und laufen dann bei uns natürlich auch rein.

00:41:04: Also mein Problem ist eher, dass die, auch das wieder Infrastrukturthemen, das Bauphasen

00:41:10: einfach zu lange dauern.

00:41:11: Dass die Prozesse ein bisschen vereinfacht werden müssen und vor allen Dingen die Prozesse

00:41:15: schneller gehen.

00:41:16: Wir haben jetzt ein großes Umbauprojekt in Heidelberg, wo der Bahnhof praktisch komplett

00:41:21: entkernt und neu organisiert wird.

00:41:24: Wir rechnen jetzt mit Containerzeiten von dreieinhalb bis fünf Jahren.

00:41:29: Und das ist natürlich extrem schwierig.

00:41:32: Wir haben dort einen gut funktionierenden Pressebuchladen.

00:41:34: Auch der Buchhandel ist dort bei uns ein ziemlicher Schwerpunkt an dem Standort.

00:41:40: Und das kriege ich natürlich in diese Ersatzflächen-Container nicht rein.

00:41:44: Das heißt, wenn wir dann wieder neu starten, brauchen wir mindestens wieder ein, zwei Jahre,

00:41:49: bis wir die Kunden wieder zurück haben.

00:41:51: Weil Buchkunde ist ein ganz eigenes Spezies.

00:41:53: Du hast dein Buchhandel, ich weiß nicht wie alles geht.

00:41:56: Du hast Buchhändler des Vertrauens, wo er gerne hingeht.

00:41:58: Ja, wenn der nicht da ist, dann, das ist erstmal, was mache ich jetzt?

00:42:03: Dann finde ich aber irgendwann als wirklich interessierter Leser oder regelmäßiger Leser,

00:42:07: finde ich dann jemanden, dem ich mich auch wieder wohl fühle.

00:42:10: Und bis ich dann wieder zurückkehr, wenn der andere wieder am Netz ist, das dauert.

00:42:15: Die Erfahrungen haben wir immer gemacht bei solchen Projekten.

00:42:18: Es dauert dann so ein, zwei Jahre, bis wir wieder so mal wieder etabliert sind.

00:42:25: Also der Kunde wieder sagt, ja, ich bin wieder da.

00:42:28: Und das ist natürlich für uns immer mit so die Langwierigkeit der Prozesse ist eigentlich das Hauptproblem, was wir da haben.

00:42:34: Aber im Prinzip wollen wir ja moderne neue Bahnhöfe haben.

00:42:37: Wir brauchen funktionierende Schienen.

00:42:39: Wir brauchen funktionierende Infrastruktur.

00:42:41: Und wir brauchen die Möglichkeit für die Bahn oder auch für den Kunden.

00:42:45: Auch politisch ist es ja gewollt.

00:42:47: Ich meine, Bahnhof, es geht nicht um Bahnhofsbuchende, sondern die Bahn als Produkt, als Mobilitätsfaktor ist elementarwichtig für unsere Zukunft.

00:42:55: Wir haben verstopfte Innenstädte, wir haben volle Autobahnen.

00:42:58: Also ich glaube schon, dass das funktioniert.

00:43:01: Ich meine, es ist schade, dass dann große Projekte, wie jetzt halbstunden Takt und ähnliches,

00:43:06: dann plötzlich politisch auf das Jahr 2070 verschoben werden, was kommunikativ für ein absolutes Debacle halte.

00:43:14: Nee, es ist einfach schade, wenn ein Produkt das eigentlich gut ist und positiv besetzt werden soll,

00:43:20: wenn wir einfach sagen, naja, das kriegen wir halt leider in Deutschland erst in 40 Jahren hin.

00:43:24: Das ist schon Armuts-Deugnis.

00:43:27: Ich glaube, dass wir deutlich mehr auf die Strecke und auf die Schiene kriegen könnten.

00:43:30: Der in der deutsche Flugverkehr ist nach Corona nicht mehr richtig in Gang gekommen.

00:43:36: Die Bahn hat nicht so richtig ersetzen können bisher, weil einfach die Zuverlässigkeit an der Ecke fehlt.

00:43:42: Aber ich bin der festen Überzeugung, dass das natürlich die Zukunft ist,

00:43:46: dass man von Hamburg nach Frankfurt oder von Köln nach Frankfurt, nach Berlin nach Hamburg, nach München nicht mehr im Auto fährt.

00:43:56: Wenn ich weiß, dass ich in 2, 2, 3 Stunden da bin, innen statt, innen statt,

00:44:01: und nicht irgendwo am Flughafen draußen, in Riem oder wo auch immer, früher, ja, also das ist doch alles ein echtes Potenzial.

00:44:11: Wir haben natürlich im Moment ein bisschen das Problem, dass die klassischen Geschäftsreisen sind,

00:44:16: da hat sich natürlich in der Nachcoronafase einiges verändert, also auch von der Struktur her,

00:44:20: von Publikum, Homeoffice und Teamskonferenzen, da fehlt so ein bisschen eine Business-Clientel im Moment.

00:44:28: Aber ich habe das Gefühl, dass auch das regelt sich wieder so ein bisschen, die Regelungen, also es wird keine Phase mehr vor Corona geben.

00:44:36: Es wird Homeoffice als elementarem wichtigen Bestandteil geben, also einfach auch der Kultur, der Arbeitskultur.

00:44:43: Aber der Geschäftsreisen wird tatsächlich, wenn das Produkt wieder stimmt, das nutzen.

00:44:50: Und wir werden auch die Frequenzen im innerstädtischen Bereich deutlich erhöhen können.

00:44:54: Also ich bin der festen Überzeugung, dass Bahnhof ein echtes Zukunftsthema ist und Projekt ist.

00:44:59: Sarah, du bist aus Berlin heute angereist. Mit dem Zug, gehe ich mal von aus?

00:45:04: Mit dem Zug.

00:45:05: Genau, was hast du denn gemacht in der Zeit?

00:45:06: Gearbeitet.

00:45:07: Hast du keine Zeit drüber gelesen?

00:45:09: Ich habe mir eine gekauft für den Rückweg.

00:45:11: Welche?

00:45:12: Oh, ich mag es nicht sagen.

00:45:14: Doch.

00:45:15: Die Landlust.

00:45:17: Schau mal.

00:45:18: Tja, ich habe mich jetzt über die Landidee gefreut, aber gut.

00:45:21: So ist es halt, ich muss ja mal durch.

00:45:24: Print, Print ist Print.

00:45:25: Wie ist es grundsätzlich bei euch Mediennutzung lesen in den Familien?

00:45:30: Sarah, wie sieht das bei dir in der Familie aus? Seid ihr fleißige Konsumentinnen und Konsumenten von Zeitschriften?

00:45:37: Karl Hans und ich fischen uns gerade.

00:45:40: Er lesen beide nicht.

00:45:42: Er lesen beide nicht.

00:45:44: Er hat mich eingeladen im Juni, doch weil sein Wirkungsstätte zu besuchen und ich bin mit ganz großen Kinderaugen durch diese Hallen voller Bücher und Zeitschriften gelaufen.

00:45:56: Wir lesen sehr, sehr viel.

00:45:58: Für mich ist lesen elementar wichtig und ein elementar wichtiger Punkt der Resilienz in meinem Alltag.

00:46:07: Ich finde das ganz stark, wie fokussiert man innerhalb von kurzer Zeit wegkommen kann von allem, was um einen Rume rum passiert und was für eine große Erholung damit einhergeht.

00:46:20: Weshalb mir das auch bei meiner Tochter sehr, sehr wichtig ist.

00:46:24: Die liest, also sie selber liest noch nicht, sie ist dreieinhalb, ja, aber wir lesen sehr, sehr viel.

00:46:30: Wir lesen jeden Tag mindestens ein Buch gemeinsam vom Schlafengehen und sie kennt das iPad, kennt sie schon, aber nur in Händen meines Vaters.

00:46:42: Bei uns gibt es das nicht.

00:46:44: Sie hat so ein Medienkonsum außerhalb von Büchern von ca. 30 Minuten im Monat und kennt außer, wenn der Papa Fußball guckt, selbstverständlich, ja, dann ist bei uns schon mal der Fernseher.

00:46:56: Der Papa guckt natürlich wieder Fußball.

00:46:59: Ja, das ist halt so. Die Mama guckt sogar auch mal.

00:47:02: Das ist ja auch nicht schlimm und das ist schön, aber der Fernseher spielt bei uns eine Nebenrolle. Das ist gar nicht im Alltag mit Intik.

00:47:12: Würdest du auch sagen, dass, ich meine und Karl-Lenz weiß, dass wir wissen es auch, Verkäufe von Zeitschriften sind herausfordernd, auf jeden Fall, wie sich der Markt entwickelt.

00:47:22: Und wir reden ja ganz oft darüber, wie kriegt man jüngeren Zielgruppen an Zeitschriften.

00:47:28: Würdest du auch sagen, dass das auch ein Thema von Sozialisierung, also wenn ich meine Kinder früh mit Zeitschriften in Verbindung bringe, mit ihnen ans Regal gehe und nicht nur sie dabei sind, wenn ich meine eigene Zeitschrift kaufe,

00:47:40: sondern auch sehr gezielt für die Kinder Zeitschriften kaufe, dann meine ich jetzt nicht ausschließlich immer nur die Zeitschriften, die auch einen schönen Zusatz nutzen für die Kinder bereithalten,

00:47:48: sondern es gibt ja auch ganz tolle andere Produkte, würdest du sagen, dass man da schon eigentlich auch den Grundstein legen kann fürs spätere Lesen und fürs Interesse am Lesen?

00:47:56: Das hoffe ich, weil man es kennt. Weil man auch vielleicht die Bücherei kennt, weil man weiß, wie man auch einfacher später im Studium, wenn man sich nicht in den Buch für 25 Euro kaufen möchte oder eine Zeitschrift an Lesestoff gelangt.

00:48:13: Das ist meine Hoffnung, definitiv. Jetzt möchte ich keine Werbung hier natürlich für die Bücherei machen, aber grundsätzlich für Printmedien.

00:48:20: Also ich werde es euch dann in 10, 15 Jahren erzählen, ob das geplauscht hat.

00:48:26: Das treffen wir uns wieder hier.

00:48:28: Das hat ja am Ende auch eine ganz andere Qualität. Ich kenne das mit meinen Kindern auch. Natürlich dürfen die auch mal was gucken zusammen, aber du siehst halt, wie die tauchenden, die sind da weg, die sind dann auf dem Bild.

00:48:38: Das ist halt passiv.

00:48:40: Wenn wir dann gemeinsam lesen, ich habe links einen, rechts einen, wir lesen eine Zeitschrift oder wir lesen ein Buch zusammen, das ist ein ganz anderes Erlebnis.

00:48:49: Und sie müssen den Kopf anstrengen.

00:48:51: Ich glaube, dass das auch wirklich für Fantasie und so eine viel größere Thematik ist zu lesen, weil man den Kopf bemühen muss.

00:48:59: Deswegen sage ich, ich rede ja mal bewusst lesen ist aktiv, alles anderes passiv.

00:49:03: Ich habe auch die Zeit, die ich mir dann mit dem Buch beigetragen habe, die ich mir auch schon in der Sendung habe, die ich in der Sendung habe.

00:49:10: Ich habe mich auch in der Sendung anstrengen und dann habe ich das auch immer wieder beigetragen.

00:49:14: Und ich habe mich dann in der Sendung auf die Sendung beigetragen.

00:49:17: Ich habe mich dann in der Sendung beigetragen und dann habe ich das auch immer wieder beigetragen.

00:49:22: Und dann habe ich das auch in der Sendung beigetragen.

00:49:25: Ich habe da viel vorgelesen, da hast du immer Presse und Bücher im Haus.

00:49:31: Ich habe jeden Morgen drei Tagesseitungen da liegen.

00:49:35: Es gibt dann noch eine Auswahl an Zeitschriften, die bei mir regelmäßig im Haus ist.

00:49:39: Meine Tochter ist damit aufgewachsen.

00:49:43: Ich bin natürlich auch früher als Kind damit aufgewachsen, also in einem Pressehaushalt aufgewachsen.

00:49:48: Und das ist natürlich eine Sache, die du verinnerlichst.

00:49:52: Und auch das Selbstverständnis mit Buch umzugehen.

00:49:55: Und dann gab es so eine Phase der Fuppertät meiner Tochter, wo ich dann gedacht habe, die liest nicht mehr.

00:49:59: Die hat nur noch das Handy und ihren iPad.

00:50:02: Ja, aber es war einfach, aktiv was zu tun, heißt ja immer, dass ich das dann auch wirklich machen muss.

00:50:07: Ich muss das Buch in die Hand, ich muss anfangen und lesen.

00:50:09: Aber die haben auch...

00:50:10: Fernsehen mache ich an.

00:50:11: Ja, aber das ist ja das Tolle.

00:50:12: Ja, natürlich ist das Tolle.

00:50:13: Also es ist doch gerade beim Fernsehen, da kauft man nochmal irgendwas nebenher.

00:50:17: Im Internet, wenn man bügelt, oder weiß der Kuckuck, was man alles nebenher machen kann.

00:50:21: Er macht sich ein Podcast an und fährt mit dem Fahrrad zur Arbeit.

00:50:25: Oder so, das geht beim Buch nicht.

00:50:27: Und deswegen finde ich eben diesen Punkt dieser Resilienz des Abtaufens.

00:50:31: Und das funktioniert ja schon mit fünf Minuten voller Fokus auf eine Geschichte.

00:50:36: Ist nicht zu ersetzen.

00:50:38: Wir haben die Bereflichkeit so oft schon bemüht, das ist halt digitales Detoxen.

00:50:41: Also das ist definitiv und ich glaube, deswegen sind wir ja auch so preisert von dem, was wir hier machen.

00:50:47: Also mit dem Printarbeiten, das funktioniert.

00:50:49: Das funktioniert.

00:50:50: Das hatten wir in unserem Podcast.

00:50:52: Ich erwähne ihn gerne nochmal.

00:50:53: In unserem gemeinsamen Podcast mit Florian, wo wir eben über das Thema Burnout und Entschleunigung gesprochen haben.

00:50:58: Und inwieweit Zeitschriften dazu beitragen können, sich seine Aussage zu nehmen.

00:51:02: Ja, das ist eine bewusste Aussage, die ich mir nehme.

00:51:04: Habtik des Blättern.

00:51:05: Genau, genau.

00:51:06: Das sind so Rituale.

00:51:07: Das sind wirklich Schuld.

00:51:08: Du hast deine Bilder, du hast deine Finger, du hast deine Hände.

00:51:11: Du hast deinen Kopf.

00:51:12: Du kannst Papier riechen.

00:51:13: Das ist bestimmt dir auch aufgefallen, als du dort warst, dieser Geruch von Papier und so weiter.

00:51:18: Das ist schon was Feines.

00:51:19: Das ist was Tolles.

00:51:20: Das beruhigende ist, wenn Kinder lesen gelernt haben, die verleihenden das nicht mehr.

00:51:26: Stimmt.

00:51:27: Und dann kommt die Phase, wo das auch wieder aktiv passiert.

00:51:30: Wir haben das Moment, man muss einsagen, Pressehandel versucht ja tatsächlich einiges zu machen.

00:51:35: Aber vielfach sind Bahnhöfen natürlich eine Ausnahmesituation.

00:51:40: Also auch, was die Präsentation angeht.

00:51:42: Buchhandel ist natürlich besser aufgestellt und besser organisiert und hat auch ein besseres Marketing.

00:51:48: Wenn man sich anguckt, was Presse hat, leider Zeitschriften haben ein ausiges Marketing.

00:51:53: Wir reden eher mit und übereinander.

00:51:56: BAM!

00:51:57: Ja, aber es gibt eine Buchmesse in Frankfurt.

00:52:01: Haben wir recht.

00:52:03: Du hast keine positive Rezeption in der Wahrnehmung.

00:52:08: Die Zeitschriftenverlage reden miteinander, vielleicht noch ein bisschen mit dem Handel.

00:52:13: Aber letztendlich, was nicht funktioniert, ist eine Kommunikation nach außen.

00:52:17: Medienvertrieb, freie Presse macht natürlich vieles, aber das ist eher politisch.

00:52:21: Aber wirklich positiv über Zeitschriften, also das, was du vorhin gesagt hast.

00:52:25: Menschen einfach mal ran zu führen und die Möglichkeit zu geben, das in die Hand zu nehmen, zu gucken,

00:52:30: was es da alles Tolles gibt.

00:52:32: Darum gibt es ja uns, Marc.

00:52:33: Wir halten die Fahne hier hoch.

00:52:35: Das ist wirklich unglaublich wichtig.

00:52:38: Nicht zum Anfassen.

00:52:39: Der Buchhandel macht das wirklich toll.

00:52:43: Der macht ein tolles Professionalismarketing.

00:52:46: Wenn du heute anguckst, eine ganz neue Generation von Leserinnen, wesentlich ins Frauen und Mädchen,

00:52:52: die da reinkommen mit Booktalk.

00:52:55: Ich weiß nicht, ob ihr Zitoknutzer seid, aber das ist so ein bisschen Generation.

00:53:01: Beim Reißen kann ich das komplett ausklingen.

00:53:05: Ananoga geht es eigentlich gar nicht.

00:53:08: Aber es ist okay.

00:53:09: Das ist ein USP.

00:53:10: Das ist toll.

00:53:12: Das ist natürlich so ein Thema, wo sich plötzlich ein Markt entwickelt.

00:53:17: Und plötzlich eine Situation hat, wo junge Mädchen, junge Frauen sich mit Ju-Erddald und so einstigen Themen,

00:53:25: gibt noch Young-Erddald, so ein bisschen für die etwas Jüngeren, wo einfach ein neues Genre entsteht.

00:53:31: Und dann plötzlich ein Markt.

00:53:33: Und Menschen in Buchhandlungen auftauchen.

00:53:35: Auch in Larnhöfen, Gott sei Dank.

00:53:36: Weil wir das relativ früh adaptiert haben,

00:53:38: und wir haben natürlich auch in Stadtbuchhandlungen ein bisschen Themen spielen können

00:53:42: und wissen, was funktioniert.

00:53:44: Und haben dann sehr, sehr schnell in diesem Bereich aktive Käufer.

00:53:49: Und da geht es nicht darum, das Produkt anzuladen.

00:53:52: Das sind wirklich User in dem Booktalk-Umfeld, die dann ein Buch präsentieren.

00:53:57: Und dabei strahlen.

00:53:59: Und Intensiv-Laser plötzlich, die man sich gar nicht vorstellen konnte.

00:54:04: Jetzt sind wir bei Käufern.

00:54:06: Gib uns mal einen Einblick in deinem Tagesgeschäft.

00:54:09: Was kommt da für Menschen und was geht am besten eigentlich über einen Laden-Tisch?

00:54:14: Zeitungen?

00:54:15: Du hast natürlich im Morgensbereich, klassisch im Pendlerbereich, die Zeitung spielt nicht mehr die Rolle.

00:54:20: Ganz große.

00:54:21: Natürlich ist immer noch eine klassische Bildzeitungsklinik.

00:54:24: Es gibt natürlich auch noch den einen oder anderen FZ und Süd-Erddald-Laser.

00:54:27: Die Regionale Tageszeitung spielt eine deutlich größere Rolle mittlerweile, weil die einen oder andere...

00:54:33: ...spannen, weil wir eigentlich genau die Gehörfläuche in Bewegung haben.

00:54:35: Das sind die eigentlich jahrelang gelittenen Namen eigentlich.

00:54:37: Aber die sind auch nicht mehr zufrieden, dass sie nur noch allgemeine Mantelteile bekommen und eigentlich nichts mehr aus ihrer Region so wirklich.

00:54:42: Es gibt gute...

00:54:43: Das Südwesten hat ein bisschen Vorteil, weil es da eine andere Zeitungskultur auch gibt.

00:54:49: Natürlich gibt es da auch starke Player, die die Mantelteile liefern.

00:54:53: Aber wo Regionalität tatsächlich noch eine ganz, ganz große Rolle spielt.

00:54:57: Und das funktioniert auch.

00:54:59: Zeitschriften im Bereich des Bahnhofs sind immer auch hörwärtige Zeitschriften.

00:55:04: Das ist, meine ich, die Struktur des Bahnhofsbuchhandels gemessen einem klassischen Pressehandel.

00:55:09: Das ist ein totaler Unterschied.

00:55:10: Ich meine, du kommst aus dem Haus, das ist sehr hohe Anteile im klassischen Fernsehen und Frauen.

00:55:16: Sehr homogenes Produktumfeld.

00:55:18: Ja, genau.

00:55:19: Es spielt im Bahnhof keine große Rolle.

00:55:21: Also im Bahnhof sind die wichtigsten Weggruppen...

00:55:24: Das ist natürlich jetzt sehr fachlich, aber ist tatsächlich Hobby und Freizeit.

00:55:29: Und die zweite ist Politik und Wirtschaft.

00:55:32: Das ist ein Thema, was elementar wichtig ist.

00:55:36: Das heißt, du hast dort auch Produkte, die höherpreisig sind, die höherwertig sind.

00:55:41: Und der Bahnhof hat dort in diesem Umfeld einen relativ hohen Marktanteil.

00:55:45: Und die klassischen niedrigpreisigen Produkte spielen am Bahnhof eher eine andere Rolle.

00:55:51: Und das versuchen wir natürlich auch in unserer Präsentation auszudrücken.

00:55:55: Das heißt, du hast dort eben zu den bestimmten Themen eine unglaubliche Objektvielfalt.

00:55:59: Und das funktioniert.

00:56:01: Wir sind eigentlich ein sehr hochwertiges Produkt.

00:56:05: Wir machen es uns nur selbst schwer, weil wir glauben manchmal selbst nicht mehr dran,

00:56:10: dass es eigentlich was Tolles ist.

00:56:12: Es fehlt so ein bisschen neue Impulse, neue Produkte, weil es einfach sehr teuer geworden ist,

00:56:18: ein Produkt am Markt zu etablieren.

00:56:20: Es wird sehr, sehr viel Line-Extensions betrieben.

00:56:23: Das Einzige, was in den letzten Jahren wirklich zugewachsen hatte,

00:56:27: in größerem Umfeld war der Kinder- und Jugendbereich.

00:56:31: Kommt mit dem Manga so ein bisschen, aber in vielen Bereichen tun wir uns schwer

00:56:35: und der Markt schrumpft und es fehlen Impulse.

00:56:38: Es fehlen einfach Ideen, es fehlen Impulse.

00:56:40: Vielleicht auch die Bereitschaft, an der anderen Ecke mal wieder etwas zu riskieren.

00:56:44: Weil bei den großen Auflagen kriegen wir ja nicht mehr hin.

00:56:47: Aber ich denke, dass es irgendwo immer wieder Themen gibt, wo man es mal versuchen sollte.

00:56:51: Und der Bahnhof war immer schon auch so ein bisschen eine Plattform für neue Produkte.

00:56:57: Ich weiß ja, dass ihr Brand 1 hier hat.

00:57:00: Die sind ja zu einem relativ späten Zeitpunkt eigentlich erst in den Markt eingetreten

00:57:05: und muss sagen, was die aus sich gemacht haben, ist absolut bemerkenswert.

00:57:09: Die leiden im Moment, also auch am Bahnhof.

00:57:11: Der Bahnhof war eigentlich derjenige, der sie getragen hat über Jahre.

00:57:15: Also auch die Entwicklung.

00:57:17: Ich komme nachher zur Zeit, ich habe noch so ein kleines Spiel zu Hause von Echo Now.

00:57:20: Also die Ure-Idee des Produktes, damals noch beim Spiegel entwickelt.

00:57:28: Du hast dann eine Phase gehabt, wo über den klassischen Einzelhandel das Produkt sich sehr schwer getan hat,

00:57:35: weil es halt einfach Sichtbarkeit braucht und sehr hochpreisig ist.

00:57:39: Und das war im klassischen Umfeld so nicht zu machen, aber über den Bahnhof hat es hervorragend funktioniert.

00:57:44: Und dann funktioniert es auch wieder rückwärts.

00:57:46: Dann funktioniert das Produkt auch plötzlich im klassischen Einzelhandel.

00:57:50: Weil es mehr Leute gibt, die das Produkt kennen.

00:57:52: Darum fand ich es immer sehr schade, dass man das Thema Bahnhof nicht aktiver spielt als Verlag.

00:57:58: Also auch mal einfach, um auszuprobieren.

00:58:01: Ist das ein Produkt, das funktioniert?

00:58:03: Und wenn ich es schaffe, im Bahnhof da wirklich vernünftige Verkaufszahlen zu realisieren,

00:58:09: dann auch in die größere Produktion zu gehen.

00:58:11: Aber es ist vielleicht so romantisch gedacht.

00:58:14: Wir haben da tatsächlich ein tolles Umfeld.

00:58:17: Wir haben tolle Kunden, wir haben ein ganz breites Spektrum, ein Mensch, der im Bahnhof sind.

00:58:22: Es ist klassisch der Pendler, der Geschäftsreisende, ist der Urlaubsreisende,

00:58:26: ist jemand, der spontan irgendwo hinfahren will.

00:58:29: Und da hat auch dieses 49, jetzt 59, glaube ich, Zicket zusätzliche Kunden reingespielt, die vorher nicht da waren.

00:58:36: Was uns ein bisschen fehlt, ist so die klassische Klientel jetzt von Brandeins zum Beispiel,

00:58:41: nämlich der Geschäftsreisende.

00:58:43: Hätte ich vorhin schon mal gesagt, das tut uns im Moment so ein bisschen weh, das gleiche Problem hat,

00:58:47: eine Lufthansa im Reiseverkehr.

00:58:49: Aber das, denke ich, wird sich wieder stabilisieren und dann haben wir wieder sehr viel Spaß.

00:58:54: Man hört ja von den ganzen großen Unternehmen, dass sie ja eher wieder zurück ins Büro rufen und hohen muss,

00:58:59: heute Heidelberg ist ein klassisches Schlachtfeld, SAP.

00:59:06: Wenn du als IT-Unternehmen irgendwas sagst, ihr könnt kommen, wann ihr wollt, kommt ihr alle ins Büro.

00:59:13: Und jetzt sagt ein Vorstand plötzlich, naja, ein Tag reicht nicht, wir wollen euch zwei Tage mindestens sehen,

00:59:20: damit die Teams wieder zusammen kommunizieren und arbeiten können.

00:59:23: Das sind dann natürlich Themen, die plötzlich bei knapp 10.000, 12.000 Mitarbeiter vor Ort natürlich schon eine Rolle spielen.

00:59:31: Ja, absolut.

00:59:32: Sarah, ihr habt viel vor. Ihr macht schon viel.

00:59:36: Was würdest du sagen, welcher Bahnhof ist so dein Leuchtturm im Moment, wo du sagst, da ist eigentlich alles top.

00:59:41: Da haben wir alles gut hinbekommen, der ist fertig.

00:59:44: So entwickeln wir die Bahnhöfe nicht aus meiner Retail-Perspektive, weil die Verträge ja häufig zehn Jahre laufen,

00:59:54: nicht alle zum selben Zeitpunkt abgeschlossen sind.

00:59:57: Der Bahnhof mit der höchsten Innovationskraft ist zum jetzigen Zeitpunkt wenig verwunderlich, Berlin-Hauptbahnhof,

01:00:05: weil wir dort durch den sehr präsent platzierten Pop-Up-Store direkt im Eingang vom Kanzleramt kommen,

01:00:14: alle drei bis vier Monate ein neues Konzept testen können.

01:00:18: Und daran dann auch sehen können, was wollen wir für unsere Kunden übernehmen, was funktioniert, was funktioniert nicht.

01:00:25: Wir hatten Anfang des Jahres zum Beispiel über einen Pitch Edurino bei uns im Pop-Up-Store,

01:00:30: was jetzt in den Bahnhofsbuchhandlungen auch in vielen zumindest erhältlich ist.

01:00:35: Wir hatten jetzt gerade Koro, ich weiß nicht, ob ihr das kennt, das ist ein bisschen regional,

01:00:43: Nussmus-Hersteller, ganz gesund, da gibt es auch bei DM und unterschiedlich zu vertreiben.

01:00:49: Bei Rossmann natürlich auch.

01:00:51: Auf jeden Fall auch bei Rossmann, schuldigung.

01:00:54: Und jetzt gerade haben wir die Berliner Kaffee Rösterai.

01:01:01: Wir hatten Bramblebelt-Stonars im Pop-Up-Store oder den Haferkater, den ihr jetzt an vielen Bahnhüfen auch seht.

01:01:08: Und das sind eher die Punkte, die wir aus Retail-Perspektive sehen,

01:01:12: eine Veränderung herzustellen, eine Wertigkeit herzustellen.

01:01:16: Aber den einzelnen Bahnhof, der jetzt perfekt fertig ist, wir sind nie fertig.

01:01:22: Das hört man noch gerne.

01:01:24: Ein rollendes Geschäft.

01:01:26: Ja, Karsten.

01:01:28: Mag.

01:01:30: Du schaust mich so an mit deinen treuen Augen.

01:01:34: Kann ich.

01:01:35: Ich bin sehr beeindruckt.

01:01:37: Es war eine sehr illustre und finde ich auch total informative Gesprächsrunde.

01:01:42: Vor allem, es war ein toller Mix.

01:01:44: Ja, absolut.

01:01:45: Echt super.

01:01:46: Wir danken uns ganz herzlich bei Sarah und bei Karl-Hans für diesen tiefen Einblicke, die wir heute bekommen haben.

01:01:52: Und zukünftig schleppst du mich mal an einen anderen Bahnhofen.

01:01:55: Das heißt ja, du schleppst.

01:01:56: Ja, warte.

01:01:57: Man geht da gerne hin.

01:01:59: Wir gehen jetzt mit anderen Augen vielleicht.

01:02:01: Ich sowieso nicht.

01:02:02: Du schleppst mit anderen Augen.

01:02:03: Ich bin immer schon gerne zu Bahnhubankern.

01:02:05: Ja, klar.

01:02:06: Wir beide erwarten euch gerne hin.

01:02:08: Wir freuen uns.

01:02:09: Wir freuen uns.

01:02:10: Wir freuen uns.

01:02:11: Herzlich in Berlin.

01:02:12: Herzlich in Berlin.

01:02:13: In Lernberg.

01:02:14: Überall in Deutschland.

01:02:16: Genau.

01:02:17: Große Aufrufe nicht nur an mich und an Marc, sondern an alle, die uns hören.

01:02:21: Besuch die Bahnhöfe in Deutschland.

01:02:23: Natürlich um Presse zu kaufen, aber auch um euch Inspiration zu holen.

01:02:27: Deswegen ganz, ganz lieben Dank, Sarah.

01:02:29: Lieben Dank.

01:02:30: Karl-Hans und da draußen denkt immer dran.

01:02:33: Print is not dead.

01:02:35: [Musik]

01:02:37: [Anhaltender Beifall]

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