burda style fädelt ein - Kreativität & Nachhaltigkeit statt Fast Fashion
Shownotes
In dieser Episode nehmen wir euch mit auf eine Reise in die Welt des DIY und der Mode – und zwar mit Rashana Rebecca Jennings und Anastasios Voulgaris alias Tasso, den kreativen Köpfen hinter Burda Style! 👗🧵 Was erwartet euch?
✨ Von der ersten Naht zur Chefredaktion: Shana und Tasso erzählen, wie sie ihre Leidenschaft fürs Nähen und Design entdeckten – vom Basteln an Puppenkleidern bis hin zu aufwendigen Fotoshootings.
🧠 Nähen ist das neue Yoga? Warum DIY-Projekte heute mehr als nur ein Hobby sind und wie sie Entschleunigung und Fokus bringen.
💡 Die Geschichte von Burda Style: Vom Hinterhof-Projekt zur Inspirationsquelle für Nähliebhaberinnen weltweit. Was ist das Geheimnis dieses Erfolgs?
🎨 Designerschnitte und kreative Freiheit: Wie Burda mit großen Namen wie Karl Lagerfeld kooperierte und warum ihre Schnitte mehr als nur Mode sind.
Unser Cliffhanger für euch: 👉 Warum spielte eine Nähmaschine als Weihnachtsgeschenk eine entscheidende Rolle in Tassos Karriere? 👉 Welche geheimen Schnittmustertechniken stecken hinter den Designs von Burda? Und was bedeutet es wirklich, Nähen als Inspiration zu nutzen? 👉 Hättet ihr gedacht, dass traditioneller griechischer Tanz und Modegeschichte so eng verbunden sind? 👀
Für alle, die mehr wollen: 📖 Schaut euch die aktuellen Hefte von Burda Style an – vom Klassiker bis zu Burda Easy für Einsteiger! ✂️ Und werft schon mal eure Maschinen an – vielleicht steckt auch in euch ein Modedesigner!
➡️ Reinhören lohnt sich – und wie immer: PRINT IS NOT DEAD! Lasst uns wissen, wie euch die Folge gefallen hat – schreibt uns eure Gedanken oder teilt eure DIY-Ergebnisse mit uns! ✨🎙️
Transkript anzeigen
00:00:00: *Klicken*
00:00:03: Oh, das hört sich immer nach Arbeit an hier.
00:00:05: Hey, Marc, bist du fertig?
00:00:06: Marc?
00:00:08: Ja, Entschuldigung, ich bin so konzentriert auf meine Arbeit.
00:00:10: Was denn?
00:00:11: Na, ich wollte dich gerade fragen, ob du fertig bist.
00:00:13: Aber so wie es hier ist, sehe ich.
00:00:14: Oh ja, fast.
00:00:15: Ne, fast halt.
00:00:16: Marc, das ist gar nichts fertig.
00:00:17: Du hast auch zu mir gesagt, du kannst nicht.
00:00:19: Du woll-
00:00:20: Ja, kann ich auch.
00:00:22: Ja.
00:00:23: Entschuldigung.
00:00:24: Aber langsamer als andere.
00:00:25: Aber wirst du doch auf der Ziel gerade, Entschuldigung.
00:00:27: Marc, ich brauche das heute Abend.
00:00:29: Du hast gesagt, ich, du hast gesagt.
00:00:31: Du hast gesagt, du nimmst mir ein richtig tolles Kostüm.
00:00:36: Es geht auch schon wieder.
00:00:37: Immer dieses Kritisieren.
00:00:38: Denn kauft ihr doch dein Scheiß für 10 Euro irgendwo.
00:00:40: Ja, und das ist ja genau der Punkt.
00:00:41: Das wollte ich ja nicht machen.
00:00:42: Also bitte.
00:00:43: Ich will eben nicht genau das machen, dieses Fast-Fission für 10 Euro.
00:00:45: Ich bin mir jetzt hier müde, dir was zusammenzunageln,
00:00:47: wo alle heute Abend sagen, oh, der Reis,
00:00:49: na, das ist aber nicht von der Stange, oder?
00:00:51: Also, das kann ich dir auf jeden Fall schon mal versprechen,
00:00:53: dass die Leute das sagen.
00:00:54: Oh, der Reis, anders hat ein DERDA-Feindes an.
00:00:56: Ja.
00:00:57: Der hat nämlich dann gar nichts an,
00:00:58: was das für ein Reis aussieht.
00:00:59: Das ist doch schon wieder böse.
00:01:01: Gib es mal her, ich probier es mal an.
00:01:02: Ja, bitte.
00:01:03: Du hast zugenommen.
00:01:09: Zugenommen heißt bei dir ein Abend länger gewachsen, oder wie?
00:01:12: Na ja, du kremlst doch eh deine Ärmel immer hoch.
00:01:14: Willst du, willst du?
00:01:16: Pass auf.
00:01:17: Ich bin kein Profi.
00:01:19: Ich lass dich jetzt.
00:01:20: Ich liebe dich nicht.
00:01:21: Du bist kein Profi.
00:01:22: Du hast es mir angeboten.
00:01:23: Ich habe es offensichtlich mal wieder.
00:01:25: Ich muss mich ein bisschen spannen.
00:01:27: Willst du es lernen?
00:01:29: Was?
00:01:30: Genau, was?
00:01:31: Du weißt doch gar nicht, was du da machst.
00:01:33: Was ist denn die Unterstellung?
00:01:34: Also, willst du es lernen?
00:01:35: Pass auf, ich kenne da zwei Leute, die sind richtig toll.
00:01:37: Also, tolle Menschen, die machen ein ganz tolles Magazin.
00:01:39: Mit diesem Magazin lernst du nähen.
00:01:42: Und zwar richtig, und nicht hier so...
00:01:44: Nee, nee, doch.
00:01:46: Ich lass dich jetzt mal alleine da weitermachen
00:01:48: mit deinem komischen Zeugs.
00:01:50: Und ich glaube, was du mit die Maschine angeht,
00:01:52: da können sie dir auch helfen,
00:01:53: weil das sieht nicht so aus, als wäre das...
00:01:55: Ach, jetzt mach doch die Maschine nicht.
00:01:57: Das ist doch...
00:01:58: Wollen wir das machen? Willst du es lernen?
00:02:00: Okay, wir lernen es.
00:02:01: Immer noch was dazu lernen.
00:02:03: Ich kümmere mich.
00:02:05: Herzlich willkommen bei Undercover.
00:02:08: Dem Infotainment-Podcast zu Themen rund um Printmagazine
00:02:13: und deren Köpfe dahinter.
00:02:15: An den Mikrofonen sitzen die ausgewiesenen Vertriebsexperten
00:02:19: und selbsternannten Printliebhaber,
00:02:22: Mark Oliver Bender und Carsten Reisner.
00:02:25: Zusammen diskutieren sie kontrovers über Aktuelles
00:02:29: aus der Welt der Medien.
00:02:31: Immer wenn sie sich nicht einigen können,
00:02:34: laden sie Experten zum Interview ein.
00:02:37: Freut euch jetzt auf die neue Folge
00:02:39: und begleitet uns hinter die Kulisse der Medienbranche.
00:02:43: Am Ende geht für beide immer.
00:02:46: Print is not dead.
00:02:48: So, Carsten? - Ja.
00:02:50: Jetzt haben wir unsere Gäste da.
00:02:52: Ich bin immer noch nicht damit einverstanden,
00:02:54: weil ich fand, das sah wirklich gut an ihr aus,
00:02:56: was ich für dich gemacht habe.
00:02:58: Und dass der eine ein bisschen kürzer war als der andere.
00:03:00: Dann ist es immer hier.
00:03:02: Jan, machst du mal bitte ein Foto.
00:03:04: Du hast wieder beide einmal hochgekrempelt.
00:03:06: Da wäre es egal gewesen, ob der eine abenkürzt ist.
00:03:09: Aber ich freue mich sehr,
00:03:11: dass wir heute eine Expertin und einen Experten
00:03:14: zu diesem Thema geladen haben.
00:03:16: Und dass wir es geschafft haben,
00:03:18: dass sie den Weg zu uns gefunden haben.
00:03:20: Und zwar ist es einmal die Rachana Rebecca Jennings.
00:03:23: Hallo. - Hallo.
00:03:25: Ich darf die Schana nennen, hast du mir gesagt.
00:03:27: Das kommt mir sehr entgegen.
00:03:29: Ich bin da auch wirklich sehr gespannt.
00:03:31: Ich bin da auch wirklich sehr gespannt.
00:03:33: Und vielleicht kaufen wir dann nachher eine neue Nähmaschine.
00:03:36: Eine professionelle Carsten.
00:03:38: Also, ich freue mich auch sehr, dass ihr da seid.
00:03:40: Weil ich glaube, der Mark, das haben wir alle gesehen,
00:03:42: braucht echt Unterstützung da in dem Thema.
00:03:44: Und ich glaube, besser als ihr beide
00:03:46: könnt ihr den Mark nicht mitnehmen.
00:03:48: Und natürlich auch unseren Hörern und Hörern helfen.
00:03:51: Den ist vielleicht schon seit ein paar Jahren ein bisschen zu spät.
00:03:54: Aber ich bin da auch wirklich sehr gespannt.
00:03:56: Und ich glaube, dass unsere Hörern und Hörern helfen.
00:03:59: Den ist vielleicht schon seit ein paar Monaten oder Wochen
00:04:02: in den Fingern juckt.
00:04:03: Auch mit so etwas anzufangen, mit Nähen anzufangen.
00:04:05: Ich selber kenne das Thema auch.
00:04:07: Ich bin da der beste Beispiel für immer sehr schnell
00:04:09: begeisterungsfähig für Themen.
00:04:11: Und dann fehlt irgendwann dieser Schwung,
00:04:14: dann da zu bleiben, weil ich dann einfach nicht kann.
00:04:17: Und darüber reden wir heute auch.
00:04:19: Was es heißt, ein Schnittmuster von Boa Da Stil zu lesen.
00:04:22: Das ist nicht so ganz einfach.
00:04:24: Es ist so, dass wir euch unseren Hörern und Hörern
00:04:26: ein bisschen näher zu bringen.
00:04:28: Ganz einfache Frage, Schana und Tasso.
00:04:31: Wollt ihr ein bisschen was über euch erzählen?
00:04:33: Also, wo kommt ihr her?
00:04:35: Ist Nähen, wie wir das ganz oft schon bei unseren Gästen*innen
00:04:38: und Gästen hätten?
00:04:39: Ist das etwas, was schon sehr früh in eurer Kindheit,
00:04:42: Bestandteil eures Lebens war?
00:04:44: Und dass dann wirklich auch irgendwann daraus
00:04:46: der Berufswunsch gewachsen ist?
00:04:48: Schana, vielleicht magst du ein bisschen was über dich erzählen.
00:04:50: Ja, also tatsächlich ist es genauso, wie du gesagt hast.
00:04:53: Ich habe dann in der Grundschule angefangen.
00:04:55: Ich muss dazu sagen, ich war auf der Waldorfschule.
00:04:57: Und ich glaube, die fördert von Haus aus sehr viel Kreativität.
00:05:00: Und es wird ein großer Schwerpunkt auch auf das Werken, das Basteln
00:05:05: und auch das Nähen gelegen.
00:05:07: Also ich habe dort auch das Nähen dann gelernt
00:05:09: und Stricken und Häkeln, also sämtliche kreative Techniken.
00:05:12: Und die haben mich von Anfang an begeistert.
00:05:14: Also ich habe auch sehr, sehr viel gemalt schon als Kind.
00:05:17: Und sehr früh hat sich bei mir auch gezeigt,
00:05:20: dass ich sehr gerne figurelich male.
00:05:22: Und das ist bei mir gar nicht so sehr um eine Geschichte geht,
00:05:25: sondern tatsächlich auch um das, was die Figuren tragen.
00:05:29: Und so sind die Geschichten entstanden.
00:05:31: Also das waren dann richtige Charaktere.
00:05:33: Und ich habe Anzipuppen gebastelt und meinen Puppen Klamotten genäht.
00:05:37: Und da habe ich sehr, sehr viel Zeit.
00:05:41: Schon als junges Mädchen mitverbracht
00:05:43: und habe dann eben nach dem Abitur Modedesign studiert.
00:05:46: Und dann habe ich mir Hintergrund im Design.
00:05:49: Danach habe ich verschiedene Praktika gemacht.
00:05:52: Dann bin ich dann zu einer Lifestyle-Mode Frauenzeitschrift gekommen
00:05:58: und war im Moderesor.
00:06:00: Was mir auch sehr viel Spaß gemacht hat.
00:06:03: Und so habe ich auch sozusagen die journalistische Seite kennengelernt.
00:06:07: Und bei Borders Style konnte ich dann im Grunde beide Leidenschaften verbinden.
00:06:12: Also das Handwerkliche und aber auch das Journalistische und die Moderedaktion.
00:06:18: Genau, inzwischen bin ich seit 2010 dabei in unterschiedlichsten Positionen.
00:06:26: Und habe genau mit TASU zusammen seit 2016 die Chefredaktion.
00:06:31: Ja, sehr spannend.
00:06:33: Danke für den schönen persönlichen Einblick.
00:06:35: TASU, wie sieht es bei dir aus?
00:06:36: Ist das ein ähnlicher Werdegang?
00:06:38: Ja, relativ ähnlich.
00:06:40: Ich war vielleicht ein verhaltensauffälliges Kind,
00:06:43: weil ich meine Zeit mehr damit verbracht habe, irgendwelche Sachen zu malen.
00:06:47: Und an der Nähmaschine meiner Mutter zu hängen, die hat sie, da war ich glaube ich 6 oder 7,
00:06:52: es wurde ein unfreiwilliges Weihnachtsgeschenk von meinem Vater und dann stand diese Nähmaschine.
00:06:56: Und meine Mutter dachte, okay, was soll ich jetzt damit?
00:06:58: Und ich habe gemerkt, dass mir das Nähen oder ich habe mich damit der Technik so ein bisschen befassen dürfen
00:07:03: von der Nähmaschine und habe dann so ein spielerisch das gelernt.
00:07:06: Und habe gemerkt, hey, das macht irgendwie Spaß,
00:07:08: ich mit Textilien auseinanderzusetzen.
00:07:10: Und war auch als Kind relativ künstlerisch talentiert, würde ich mal sagen.
00:07:16: Meine Freunde und meine Mitschüler im Kunstunterricht habe ich immer gehasst.
00:07:19: Wenn es dann hieß, na ja, was hat jetzt Hassow wieder mitgebracht?
00:07:22: Also wir sollten dann viel gürlich zeichnen und dann gab es dann irgendwelche Gemälde,
00:07:26: mehr schlecht als recht, wenn man das jetzt betrachtet von meinen Mitschülern.
00:07:29: Ich dachte, ja gut, ich kann ja mal die Erschaffung von Adam, der ist nicht schon Kapelle, irgendwie nachzeichnen.
00:07:34: Alle dachten, okay, alles klar.
00:07:36: Alle Tasten im Schrank, das dachte meine Mutter auch,
00:07:38: als ich dann eine Stunde und neigte lange vor diesem Gemälde saß.
00:07:41: Wahnsinn.
00:07:42: Aber ich habe gemerkt, das macht mir irgendwie Spaß, mir macht viel gürliches Zeichnen und Spaß.
00:07:45: Und dann bin ich, dann war das Thema denen gar nicht mehr so präsent und über ein Literaturkurs,
00:07:49: ich habe dann auch Theater gespielt, ganz lange bin ich dann in die Kostümer gegrüßelt.
00:07:53: Und da ich es ist auch okay, jetzt muss man sich mit dem Medium auch Kostümbild und Set-Design auseinandersetzen.
00:07:59: Und das fand ich sehr spannend.
00:08:01: Und dann war so mein Berufswunsch, entweder werde ich jetzt Schauspieler,
00:08:03: wo meine Eltern natürlich auch auf die Hände über den Kopf zusammengeschlagen haben,
00:08:05: gesagt, ob ich das noch was ordentlich ist, dann wollte ich freier Künstler werden,
00:08:08: ich wurde jetzt nicht besser angenommen, das Thema.
00:08:10: Dann haben wir uns dann irgendwann auf Design entschieden.
00:08:13: Und ja, so bin ich zum Modedesign auch gekommen und habe das dann studieren dürfen.
00:08:17: Und meine Eltern sind jetzt, glaube ich, ganz happy, dass ich auch meinen Beruf damit und mein Geld auch damit verbringen kann.
00:08:23: Und ja, seitdem beschäftigt mich das Thema sehr eng.
00:08:26: Ich habe dann klassisch nach meinem Studium bei verschiedenen Modeunternehmen angeklopft und geguckt, was da so los ist.
00:08:31: Und ich habe dann ganz schnell gemerkt, so ein klassisches Modeunternehmen interessiert mich weniger,
00:08:36: weil ich kann doch weniger mit meinen Händen machen, als ich dachte.
00:08:39: Und dann bin ich irgendwie zu Buddha Style gekommen, das ist schon, sagen wir her, 2002,
00:08:45: weil ich die Möglichkeit hatte, ich wollte auch, ich konnte mich auch in die Manier entscheiden,
00:08:48: möchte ich Journalismus machen, möchte ich redaktionell arbeiten,
00:08:51: oder möchte ich bei einem klassischen Modedesatschrift arbeiten,
00:08:54: oder will ich jetzt im Modeunternehmen und mich für das Design aufopfern.
00:08:58: Und durch das Buddha Style Magazin, damals hieß es noch Buddha Modemagazin,
00:09:02: hatte ich die Möglichkeit, den beides zu machen, wenn man als Redakteur eingestiegen und die brauchen auch ein Redakteur, der auch entwerfen kann.
00:09:07: Später habe ich dann auch eigene Projekte entworfen, dann später auch ein ganzes Heft.
00:09:11: Und so kam es dann, dass ich da immer wieder so lange dabei war,
00:09:14: und diese Mischung zwischen Redaktion und Design von der Pika aufzumachen, ganz spannend fand.
00:09:21: Und deswegen bin ich auch so relativ lang beim Verbrechen.
00:09:23: Und hast du das Bild noch?
00:09:24: Also, von 16 Jahren?
00:09:25: Ich habe das Bild noch.
00:09:26: Ich gucke es mir immer wieder an und denke mir, Gott, was du nörd.
00:09:29: Würdest du uns das per Foto zur Verfügung stellen?
00:09:31: Ich muss mal gucken, ob ich das hier in München habe, oder irgendwo im Kinderzimmer vergraben.
00:09:35: Ja, mein Eltern, das könnte ich bestimmt nochmal...
00:09:37: Ja, das wäre cool.
00:09:38: Ich gucke mal, was ich finde.
00:09:39: Also, bei dir war das offensichtlich anders, Marc.
00:09:41: Du hast als Kind, glaube ich, nicht genäht.
00:09:43: Nein, genäht habe ich nicht, aber tatsächlich war ich vom Stricken ganz begeistert.
00:09:47: Oh, da haben wir was gemeinsam.
00:09:48: Ich habe auch von meiner Oma Stricken gelernt.
00:09:49: Wobei ich als Kind auch tatsächlich...
00:09:50: Und da frage ich mich wieder, warum das bei mir in dieser Funke nicht übergesprungen ist, über euch beiden.
00:09:54: Ich habe bei meiner Mutter auch immer an der Nähmaschine mitgesessen und geguckt.
00:09:57: Und dann wurde immer alles ausgebreitet.
00:09:59: Und dann wurde mit so einem Kreidesteine oder so, wurde dann nachgezeichnet.
00:10:04: Und dann wurden Dachen genäht.
00:10:06: Und das fand ich schon spannend.
00:10:07: Aber ich habe bei mir in dieser Funke nicht übergesprungen, dass ich auch selber nähe.
00:10:10: Und deine angesprochen durchhalte Vermögen.
00:10:12: Also, ich habe immer beim Schal bei der Hälfte aufgehört.
00:10:14: Und dann hatte ich irgendwann keine Lust mehr.
00:10:15: Ja, das ist es.
00:10:16: Aber da kommen wir gleich nochmal zu, wie aufwendig das tatsächlich ist,
00:10:19: auch als Anfänger vielleicht da rein zu starten.
00:10:21: Mich würde nochmal interessieren bei eurem Werdegang.
00:10:24: Du, Schana, du warst ja auch in New York und in London.
00:10:26: Wie schwer fällt es denn dann, wenn man so in New York, so in der Mode statt, dann wieder zurück kommt?
00:10:31: War das von vornherein klar?
00:10:32: Ich will nur kurz ein bisschen Erfahrung sammeln?
00:10:34: Oder wie kriegt man da den Absprung dann wieder zurück nach Deutschland
00:10:37: und nicht in der Mode Metropole New York hängt zu bleiben?
00:10:42: Also, bei mir war von Anfang an klar, dass das eine Station ist
00:10:45: und dass ich da sozusagen nicht bleiben werde.
00:10:49: Deswegen hat sich die Frage sozusagen gar nicht gestellt.
00:10:52: Also, das war von Anfang an sozusagen befristet.
00:10:55: Ja, deswegen, glaube ich, habe ich mich da gar nicht, gar nicht wirklich miteinander gesetzt.
00:11:00: Ich habe mich auch nicht vergesetzt, doch ich möchte in New York oder London bleiben.
00:11:05: Das sind beides wahnsinnig inspirierende und faszinierende Städte.
00:11:09: Ich glaube aber auch für ein gewisses Alter.
00:11:11: Und ich glaube, da ist genau die Studienzeit das richtige.
00:11:14: Oder der Berufseinstieg für mein heutiges Leben mit Familie,
00:11:18: ist die Lebensqualität und dies mir auch sehr wichtig.
00:11:21: Doch insgesamt in München sehr viel höher, muss man sagen.
00:11:24: Kommst du gebürtig aus München?
00:11:26: Hast du? Du kommst nicht aus München?
00:11:27: Ich bin in Starnberg geboren.
00:11:30: Und wo kommst du hin?
00:11:32: Ich bin ganz unprätenziös im Nordrhein-Westfalen, im Sauerland auf die Welt gehörten.
00:11:35: Als kleine Sauerland.
00:11:37: Als kleine Sauer in der Bockwurst geschlafen.
00:11:40: Cool.
00:11:42: Was euch vereint ist, ihr arbeitet jetzt bei der Beurr-Style.
00:11:45: Auch da kommen wir nachher noch mal darauf, es hieß früher "Burder Moden".
00:11:48: Eine ganz, ganz spannende Geschichte zu dem Heft.
00:11:50: Es gab auch einen tollen Fernsehfilm zu Ende Burder.
00:11:53: Sehr, sehr spannend.
00:11:55: Ich finde es interessant, dass ihr beide von vornherein gesagt habt,
00:11:58: ihr habt mal reingeschnuppert in so Modehäuser.
00:12:01: Aber das reicht euch nicht aus.
00:12:04: Ist das immer noch so oder ist es ja bei vielen so?
00:12:07: Jetzt bin ich zehn Jahre bei einem Magazin
00:12:10: und irgendwann hat man vielleicht das Gefühl, jetzt ist mal der Tag, an dem was anderes kommt.
00:12:13: Jetzt will ich euch nicht entlocken, dass ihr auf dem Absprung seid.
00:12:16: Das kommen wir natürlich nicht, sondern dass ihr noch weichler,
00:12:19: dass er erfolgreich weiter macht.
00:12:21: Das ist mein letztes Interview.
00:12:23: Dann kommt ihr noch mal und sagt, ich habe hier alles,
00:12:26: was ich eigentlich machen will mit dem Magazin.
00:12:29: Ich habe die Kreativität, ich habe das Journalistische.
00:12:31: Also ich für meinen Teil, da kann ich jetzt nur für mich sprechen,
00:12:34: mich zieht es nicht in ein Moderunternehmen.
00:12:36: TASO hat es vorhin auch kurz angesprochen.
00:12:39: In der Industrie ist man wahnsinnig spezialisiert zum einen.
00:12:42: Da ist jeder verantwortlich für einen Bereich
00:12:45: und man hat natürlich wahnsinnig viele Einschränkungen.
00:12:49: Die Kleine und die hergestellt wird, muss produzierbar sein.
00:12:53: Da ist auch ein extremer Kostendruck dahinter.
00:12:56: Das kann die Kreativität fördern.
00:12:58: In den meisten Fällen ist es aber einfach sehr limitiert,
00:13:02: welche Möglichkeiten man hat.
00:13:04: Das Schöne, also wir sprechen jetzt aus der Perspektive,
00:13:08: das Produkt zu erstellen, sind wir bei Budda Style wahnsinnig frei.
00:13:12: Weil das, was wir machen, ist eine Inspiration,
00:13:15: ist eine Anregung.
00:13:16: Wenn man einen Kunden daraus macht, steht ihr offen.
00:13:19: Und wir haben nicht die Vorgabe,
00:13:21: dass darf nur zwei Taschen beinhalten oder Reißverschluss geht nicht.
00:13:26: Es ist zu kostenintensiv,
00:13:29: sondern wir können wirklich die Funktionalität mit reinbringen.
00:13:32: Und alles, was wir tun, ist ja ein Vorschlag.
00:13:34: Also die erfahrenen Ehren, die kann das für sich individualisieren
00:13:37: und anpassen.
00:13:39: Und wir tragen auch nicht zu dem Überkonsum in dem Sinne bei.
00:13:44: Das ist jetzt für meine persönlichen Werte auch total wichtig.
00:13:47: Ganz wichtiger und interessanter Punkt,
00:13:50: auf den wir nachher auch noch mal eingehen wollen.
00:13:52: Ja, und so geht es mir auch ein bisschen.
00:13:55: Ich glaube, ich würde nicht mehr in einem Mode unternehmen.
00:13:57: Gehen wollen außer, es ist wirklich ein anderer Mindset da.
00:14:00: Und es ist ein wirklich nachhaltiges Mode unternehmen,
00:14:02: was dann auch schon wieder sehr komplex ist.
00:14:04: Da kommen wir, glaube ich, später so ein bisschen drauf.
00:14:06: Ich könnte mir vorstellen, irgendwann, wenn ich nicht mehr beim Verlag arbeite,
00:14:09: vielleicht selber eine kleine Kollektion zu machen,
00:14:11: weil ich dann einfach das einfach steuern kann.
00:14:13: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite
00:14:17: und dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:14:19: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite
00:14:21: und dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:14:23: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite
00:14:25: und dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:14:27: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite
00:14:29: und dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:14:31: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:14:33: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:14:35: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:14:37: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:14:39: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:14:41: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:14:43: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:14:45: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:14:47: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:14:49: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:14:51: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:14:53: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:14:55: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:14:57: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:14:59: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:15:01: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:15:03: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:15:05: Ich würde mich dann auch noch ein bisschen mehr auf die anderen Seite.
00:15:07: Das ist ein schöner Vergleich.
00:15:09: Wir arbeiten ja wirklich, wie man es auch im Studium lernt,
00:15:13: von der Idee über das Konzept, die Recherche, die fertige Kollektion
00:15:19: und nachher auch die Präsentation.
00:15:21: Also bei uns spielt ja wirklich auch die Präsentation eine große Rolle.
00:15:24: Wir machen aufwendige Fotoshootings
00:15:26: und in der Ausgabe selbst wird das Ganze auch noch mit Service drum herum versehen.
00:15:31: Also der ganze Lifestyle im Grunde wird gezeigt.
00:15:35: Und diesen 360 Grad Blick und die Möglichkeit,
00:15:39: ein Produkt wirklich von der Idee bis zum fertigen Endergebnis zu begleiten,
00:15:44: die ist schon einmalig und mit auch ein Grund,
00:15:47: warum wir ein sehr beständiges Team haben, beständiges und treues Team.
00:15:51: Also ich finde das super.
00:15:53: Also ich finde das total toll.
00:15:55: TASU, Funktionsbeschreibung, Content Director und Creative Director.
00:16:00: Schöne Anglizismen.
00:16:02: Wann bist du unseren Hörern und Hörern mal so ein bisschen näher bringen,
00:16:05: was verbildet sich denn eigentlich dahinter?
00:16:07: Was sind also eure Aufgaben?
00:16:08: So ein bisschen habt ihr das ja schon skizziert,
00:16:10: aber vielleicht kann man da so noch ein bisschen differenzieren
00:16:12: zwischen diesen beiden Aufgaben.
00:16:14: Ja, als Creative Director sprich man zuerst mal für mich.
00:16:18: Bin ich dafür zuständig, natürlich alle Kreativprozesse zu begleiten
00:16:22: und da wir jetzt als Boarders Style nicht nur ein Magazin herausgeben,
00:16:25: sondern quasi auch als Modemarke und als Brand agieren,
00:16:28: ist es dann quasi wichtig, ich bin dann vor allem für die Kollektionsprozesse zuständig,
00:16:31: in dem Design Aspekt, aber auch dann für die Magazine,
00:16:34: für die Chefredaktion.
00:16:36: Also eigentlich ist es eine Mischung klassischerweise aus Creative Director
00:16:39: im Modebereich und eben auch Chefredaktion für die Magazine
00:16:42: und für die Bereiche, die wir machen.
00:16:44: Und steuere alle Angelegenheiten, die sich mit um die Mode kümmern
00:16:47: und wie die Marke auch modisch nach außen tritt.
00:16:51: Eben für die Hefte, eben für die Einzelschnittmuster Kollektion,
00:16:54: das ist ja auch ein wichtiges Standbein bei uns.
00:16:56: Kommen wir später vielleicht bei der Historie drauf,
00:16:58: dass es auch ein wichtiges Fundament des Verlags war,
00:17:01: also nicht nur Magazine zu publizieren, sondern auch Einzelschnittmuster,
00:17:04: die noch mit zu unserem Geschäftsmodell beitragen.
00:17:07: Und ja, das ist meine Hauptaufgabe quasi die monischen Inhalte
00:17:10: von der ersten Idee bis über die Erstellung Fotoshootings.
00:17:14: Ich bespreche das Thema auch mit der Moderedaktion,
00:17:17: mit der Modechefin, die dann die Shootings ausweitet.
00:17:20: Und da agieren wir Hand in Hand, denn Shana kümmert sich dann als Content Director
00:17:25: um die Themen, die so ein bisschen diese Mode umkapseln und zusätzlichen Content geben.
00:17:31: Oder habe ich das richtig gesagt? Ja.
00:17:33: Genau. Wir haben ja auch mehrere Produkte.
00:17:36: Also bei der Boda Style richten wir uns vorwiegend an erfahrene Nährennen
00:17:41: und eben Kundinnen mit Expertise.
00:17:45: Dann haben wir aber auch noch die Boda Easy,
00:17:47: die ist wirklich für die Näh-Einsteigerinnen und die Boda Kids.
00:17:52: Und da tatsächlich haben wir uns auch ein bisschen aufgeteilt
00:17:55: und unsere ursprünglich sozusagen klare Trennung aufgebrochen.
00:18:00: Da kümmere ich mich auch um das Design und darf auch entwerfen.
00:18:03: Also ganz aufgegeben habe ich es noch nicht.
00:18:07: Genau. Also ich entwerfe auch unsere Kids-Kollektionen
00:18:10: und unsere Kinderthemen und Hefte.
00:18:13: Und genauso für die Boda Easy bin ich auch inhaltlich
00:18:16: und was die Kollektion betrifft, verantwortlich.
00:18:19: Das ist schon... Ein bisschen nach Nähleveln auch aufgeteilt.
00:18:22: Das ist schon cool, ne?
00:18:23: Wenn man sagt, ich habe eine Idee für eine Kreation
00:18:25: oder für ein Kleidungsstück, sage ich jetzt mal.
00:18:27: Und dann ist das im Heft und dann wird das begeistert nachgenäht
00:18:30: von den Kundinnen und Kunden.
00:18:32: Das ist schon spannend, ne?
00:18:33: Aber ich frage mich da jetzt, ihr seid wieder so ein wunderschönes Beispiel für...
00:18:37: Ich habe mein Hobby und meine Leidenschaft zum Beruf gemacht.
00:18:39: Bleibt da noch Zeit für andere Hobbys und andere Leidenschaften?
00:18:42: Du schandest grad jetzt durchs Familie, das heißt Kinder.
00:18:45: Das ist ja schon mal wieder sehr zeitintensiv.
00:18:48: Ist es tatsächlich und ist mir auch wahnsinnig wichtig.
00:18:51: Und was jetzt sozusagen ein neues Hobby ist,
00:18:54: und ich glaube, das ist sozusagen mit dem Mama werden,
00:18:56: aber auch in der Corona-Zeit entstanden, ist es Kochen.
00:18:59: Das hat jetzt auch wieder Analogien sozusagen zum DIY,
00:19:03: aber das ist, wenn ich jetzt so ein weiteres Hobby nennen muss,
00:19:06: dann würde ich tatsächlich das Kochen nennen.
00:19:08: Da habe ich mich lange Zeit nicht so sehr mit beschäftigt,
00:19:11: jetzt aber verstärkt und sehr gerne.
00:19:13: Und hast du neben deiner Leidenschaft für Kaffee?
00:19:15: Ja, ich bin ja Kaffee-Junkie, haben wir grad schon besprochen.
00:19:17: Ich habe ja grad auch neben mir stehen.
00:19:20: Ich liebe es zu einem zum Reisen.
00:19:22: Das inspiriert mich auch immer wieder neue Sachen zu entdecken.
00:19:25: Mein Background ist griechisch, meine Eltern sind in den 60er nach Deutschland gekommen.
00:19:29: Dementsprechend fühle ich mich auch nach Griechland sehr hingezogen.
00:19:32: Ich kann da sehr viel Zeit verbringen oder verbringen es sehr gerne,
00:19:36: weil mich das Land auch sehr inspiriert und mir auch neue Ideen gibt.
00:19:39: Und so ein bisschen Griechlandsche-Atochstunde-Rolle gespielt,
00:19:41: ich habe ja gesagt, ich habe früher gerne Theater gespielt.
00:19:43: Ich habe leider nicht die Zeit, weil ich einfach auch terminlich so eingespannt bin.
00:19:46: Und bei Theateraufführungen und in so einer Leingruppe mitzuspielen,
00:19:49: das könnte ich mir ganz gut vorstellen.
00:19:51: Aber ich habe über diese Griechland-Connection tanze ich seit ein paar Jahren.
00:19:54: Traditionelle griechische Tänze, das hört sich jetzt ein bisschen abgefahren an.
00:19:57: Aber ich finde es spannend, weil ich mich damit auch, also mit der Thematik auseinandersetzen muss.
00:20:03: Wie waren diese Tänze?
00:20:05: Und das sind alles Tänze, die quasi in der Vergangenheit entstanden sind.
00:20:08: Und da muss ich mich auch mit kulturhistorischen Sachen beschäftigen.
00:20:11: Wie waren damals die Trachten?
00:20:13: Wie sahen die aus? Jedes Dorf, weil Griechland so zerklüftet ist, jedes Dorf, jede Küstenregion,
00:20:18: hat den komplett eigenen Stil und/und/und.
00:20:20: Also da kann ich mich auch noch ganz viel mit Modegeschichte beschäftigen.
00:20:23: Kann dann tanzen, das ist für mich ein toller Ausgleich,
00:20:25: weil ich hatte überhaupt keine Ahnung davon, wie das geht.
00:20:27: Ich habe mal von meinen Eltern so ein paar Tandschritte erklärt bekommen,
00:20:30: aber da ist es sehr viel.
00:20:31: Das war jetzt ich, das war ich ein totaler Anfänger.
00:20:33: Und ich fand es schön, mich mal komplett auf was Neues fokussieren zu müssen.
00:20:36: Und dadurch kann ich meinen Gehirn auch schalten.
00:20:38: Das ist ein bisschen wie so eine Therapie für mich auch.
00:20:41: Cool. Letztlich darf man so mal inspirieren, denn auch zu entwürfen für das Heft?
00:20:45: Ja, total. Wenn wir auch mal Ethnotheben sprechen,
00:20:48: oder so Sachen, die so ein bisschen mit Handarbeit zu tun haben,
00:20:50: dadurch, dass sie mich damit auseinandersetzen,
00:20:52: entdecke ich auch neue Handarbeitstechniken, die vielleicht verloren gegangen sind,
00:20:55: oder die ich wieder so ein bisschen reaktivieren kann.
00:20:57: Und lasse mich schon wieder inspirieren, total.
00:21:00: Vielen lieben Dank erstmal für diesen Bereich,
00:21:02: das sind so schöne Einblicke auch in euer Leben, neben dem Business,
00:21:06: aber wie so oft, wenn man etwas mit Leidenschaft macht, sind die Grenzen ja fließend.
00:21:10: Also, das ist ja nicht, das ist Arbeit, also abschalten ist schon wichtig,
00:21:13: aber trotzdem... Die Bausbeiden, ne?
00:21:14: Ja, genau, das habe ich ja klar. Genau, wie war uns beiden.
00:21:17: Also, kommen wir doch mal zu Bo da Style.
00:21:19: Ja, also du hast ja schon gesagt, Karsten, in den 50er Jahren gegründet.
00:21:22: Ja, und vielleicht mögt ihr beide eigentlich, Schana oder Tassow,
00:21:27: ein bisschen was über die Geschichte erzählen.
00:21:30: Nehmt uns mal so ein bisschen mit, was waren damals die Gründe,
00:21:33: warum Ende Bo da sich dazu entschieden hat, so ein Magazin zu machen?
00:21:36: Sicherlich ganz andere Voraussetzungen, auch wirtschaftlich für die Menschen,
00:21:40: die in der Zeit gelebt haben. Was waren so die Gründe und wie ist das jetzt
00:21:43: über die Jahre gewachsen? Du hast schon ein bisschen über diese Produktdifferenzierung,
00:21:47: Schana gesprochen, also wir haben was für Profis, wir haben was für Anfänger und Kids.
00:21:51: Aber nehmt uns doch bitte so ein bisschen, lasst uns eintauchen in die Historie von Bo da Style.
00:21:56: Ja, das fange ich vielleicht mal an, denn ich bin auch dazu aus Erkoren,
00:22:01: oder darf das machen, was ich ganz schön finde,
00:22:03: das ist das nächste Jahr, unser 75 ist im Firmenjubiläum.
00:22:07: Das heißt, wenn ich jetzt nicht der beste in Mathe bin,
00:22:09: deswegen habe ich mich für das Designentschied mal nachrechnet.
00:22:12: 1950 ist demnach die erste Ausgabe der Bo da Moden damals,
00:22:16: hat die Welt erblickt, wurde damals gedruckt.
00:22:19: Und es war relativ, eine relativ opportunistische und emotionale Entscheidung
00:22:24: von der Ende Bo da von Sofa Ligerin.
00:22:26: Man hat es ja, du hast ja den Film angesprochen, hat man es so ein bisschen ganz schön gesehen.
00:22:30: Ich glaube, das war ne Ehe mit Höhen und Tiefen.
00:22:32: Und ich glaube, wenn man das jetzt so sagen möchte,
00:22:35: die Metresse von damals, von dem Senator hat in eigenen kleinen Mude verlagt,
00:22:39: das hat unsere Verlegere nicht so gefallen.
00:22:41: Und sie hat sich für das Thema interessiert und dachte, okay, komm, du machst was du willst,
00:22:45: das war eine klassische Druckerfamilie, die hatten ja kein klassisches Verlagsgeschäft.
00:22:50: Und hat dann 1949 dieses Insolvente, diesen Verlag übernommen,
00:22:55: der tief in den roten Zahlen war
00:22:57: und hat es dann innerhalb weniger Jahre geschafft daraus,
00:23:00: einen lukrativen Verlag zu generieren.
00:23:02: Und so ging es halt los, dass die 1950 anfing, also wirklich in einem Hinterhof,
00:23:07: ihre Vision aufs Papier zu bringen und auch zu drucken,
00:23:10: dass sie sagen konnte, sie hatte jetzt einen ganz guten Lifestyle erreichen können,
00:23:14: dadurch dass sie jetzt die Familie relativ vermögend war und sagte,
00:23:17: na ja, warum kann ich mir die schönen Modelle von Paris und Mailand
00:23:20: und sonst wo erlauben können in der Nachkriegszeit, war das sicherlich nicht so.
00:23:24: Ich möchte jeder Frau diesen Modetraum erweglichen können,
00:23:27: ich möchte jeder Frau im Nachkriegsdeutschland ermöglichen,
00:23:30: sich wieder schöne Sachen zu nähen und war dementsprechend auch total wichtig
00:23:34: für diese ganze Nachkriegsgeneration wieder eine Vision zu geben,
00:23:37: wieder die Leute zu animieren, also für sich, für ihren Bereich den Aufbau
00:23:42: der deutschen Wirtschaft wieder voranzutreiben, weil sie einfach wieder Frauen glücklich machen konnte.
00:23:47: Und ja, so hatte sie dann damals in 2050 mit einer wirklich,
00:23:51: für heutige Verhältnisse für so ein erstes, blatt, eine absurden Auflage von 100.000 Exemplaren
00:23:56: hazialos auf eine Karte gesetzt und hat dann 1950 die erste Buda Moden rausgebracht
00:24:01: und das Highlight war eben oder die Idee, die dahinter stand,
00:24:04: durch diesen Schnittbogen, durch diesen Rädelbogen, damals konnten alle Frauen gut nähen,
00:24:08: das war einfach Bestandteil der Erziehung, sicherlich auch ein paar Männer,
00:24:11: aber das war einfach ein Frauenthema, ja und konnten sich dann aus ihren alten Stoffen,
00:24:16: die sie vielleicht noch hatten, aus Rästen und Co. wieder ihre Sachen nähen
00:24:22: und so ging das dann auch färzt, also 1950 war so das Gründungsjahr.
00:24:26: Extrem spannend, ne und doch extrem mutige Entscheidung, finde ich, für die damalige Zeit.
00:24:31: Und ja, wie ihr euch vorstellen könnt, ist es eigentlich schlagen wie eine Bombe,
00:24:34: das war der Zahn der Zeit, es ist die Auflage war innerhalb von wenigen Tagen vergriffen,
00:24:38: es musste sogar nachgedruckt werden und so hat sich das dann immer wieder weiter manifestiert,
00:24:44: zum Beispiel zehn Jahre später hat die Borda, so wurde es damals genannt,
00:24:47: sogar eine Auflage von 1,5 Millionen in Deutschland gehabt
00:24:50: und das war die Möglichkeit, dass auch der Borda-Verlag und die Borda-Familie überhaupt
00:24:55: durch diesen tollen Erfolg dieses Magazins in das Verlagsbusiness einsteigen konnten
00:25:00: und das war auch so das Fundament für alle weiteren Bordartitel,
00:25:03: im Ausland ist Borda natürlich bekannt für das Bordamoden-Magazin,
00:25:06: für Borda für Schnitttechnik, für Mude
00:25:08: und in Deutschland war es, glaube ich, auch der Grundstein für den Verlag oder für das Verlagswesen.
00:25:13: Also hast du gesagt, zum Beispiel zur Entstehung,
00:25:15: Ende Borda wollte auch für alle Frauen es ermöglichen, Kleidung nachzunähen,
00:25:20: gilt das heute auch noch entteilen für diesen ursprünglichen Gedanken,
00:25:24: also was ich sagen will ist, konnte Ende Borda mit ihrem Auge sehen,
00:25:28: okay aus Mainland kommt jetzt so ein Look
00:25:30: und ich versuchte ihn genau so in meinen Schnittmuster zu bringen, dass man ihn nachnehmen kann.
00:25:35: Heutest Tage, wenn ich mir vorstelle, du siehst von Karl Lagerfeld, sag ich mal,
00:25:39: jetzt ein tolles Kleid, da kannst du ja nicht einfach hergehen und sagen,
00:25:42: ich mache jetzt ein Schnittmuster, das genau diese Kleid nachnähen lässt,
00:25:45: da gibt es wahrscheinlich auch irgendwie rechtliche Vorgaben
00:25:48: oder ist das früher anders als heute
00:25:50: oder macht dir das teilweise auch, dass ihr sagt,
00:25:52: wir haben eine Kooperation mit einem großen Modehersteller in einer Heffolge
00:25:56: und da haben wir die Möglichkeit mal so ein Kleid auch nachnähen zu lassen.
00:26:00: Ja, also tatsächlich haben wir auch Designer-Schnitte immer wieder in den Ausgaben
00:26:04: und weil du gerade Karl Lagerfeld ansprichst,
00:26:06: er tatsächlich war auch eng verbunden mit Ende Borda
00:26:10: und war auch schon, ich glaube, mehrmals sogar Gastdesigner für Borda Moden damals.
00:26:16: Also wir haben auch wirklich sehr prominente Designer schon in den Ausgaben gehabt.
00:26:21: Ja, und das Thema Copyright bei modischen Inspirationen,
00:26:25: das ist natürlich eine extreme Grauzone, weil vieles hat seinen Ursprung dann in der Geschichte
00:26:30: und der eine inspiriert sich beim anderen, das ist oft gar nicht so klar,
00:26:36: wer jetzt sozusagen der Urheber ist, aber wir kopieren jetzt natürlich nicht
00:26:41: eins zu eins geistiges Regentum-Antragis-Einer.
00:26:44: Aber natürlich inspirieren wir uns an modischen Ideen und Konzepten, das machen wir schon.
00:26:50: Ich muss noch eine Frage stellen, Marc, du guckst. Darf ich?
00:26:53: Nein, nein, du kannst das in.
00:26:55: Ja, weil ich finde das spannend bei Tassel, das er gerade gesagt hat.
00:26:57: Früher gehört er das ein bisschen zwar Erziehung auch dazu,
00:27:00: dass gerade die Mädchen auch nähen konnten
00:27:03: und das ist ja heute jetzt nicht mehr unbedingt so, dass man zu Hause seinen Kindern nähen beibringt.
00:27:08: Hat ja vielleicht damals einen anderen Hintergrund, als es heute der Fall ist.
00:27:12: Deswegen ist ja dieses Do-it-yourself auch irgendwie ein großes Thema nach wie vor.
00:27:16: Aktuell ja sowieso sehr stark, aber früher war es ein bisschen Notwendigkeit vielleicht auch,
00:27:21: zu nähen und das ist ja vielleicht heute nicht mehr so.
00:27:24: Gerade das Stichwort Fast Fashion, da bin ich mit 10 Euro für ein Kleid für meine Tochter,
00:27:29: wahrscheinlich günstiger als wenn ich es selbst nähe.
00:27:31: Genau, also heutzutage ist es viel mehr eine bewusste Entscheidung
00:27:35: und auch eine Leidenschaft und ein Hobby, viel mehr als es damals war
00:27:39: und ich glaube damals ging es noch mehr um das Endprodukt, also sozusagen der Weg dahin war nicht so relevant, wie er heute ist.
00:27:47: Heute gibt es auch immer wieder diese Sprüche, nähen ist mein Yoga
00:27:51: und das ist eigentlich eine ganz schöne Analogie, weil es wirklich sehr meditativ ist
00:27:55: und für viele auch eben schöner Ausgleich zum Alltag
00:27:59: und da steht natürlich auch das Endergebnis, also die Klamotte,
00:28:03: von der ich dann hoffentlich jahrelang was habe im Vordergrund, aber auch dieser Entstehungsprozess
00:28:08: und was du auch angesprochen hast, so sagen das Nähen kein Allgemeingut mehr ist,
00:28:13: das merken wir natürlich auch und das hat natürlich auch einen starken Einfluss darauf, wie wir unsere Produkte herstellen.
00:28:19: Wir müssen den Kundinnen und Kunden heute das Nähen beibringen teilweise,
00:28:24: deswegen haben wir auch die Einstiegsprodukte bei Borda Beginner angefangen,
00:28:28: aber dann eben auch als Abo-Produkt die Borda Easy, die sich wirklich an Einsteiger richtet
00:28:35: und Schritt für Schritt erklärt und die Leserin an die Hand nimmt.
00:28:40: Das ist gut, da sind wir jetzt schon bei dem Punktmarkt, du glaubst ja von dir, du bist kein Einsteiger, sondern du kannst es, ich glaube ja.
00:28:46: Ich möchte das vor mal einhaken, wenn ich darf, ja.
00:28:48: Aber du kommst ja nicht von weg.
00:28:50: Nein, ich komm dann nicht von weg.
00:28:52: Du kommst ja nicht von weg.
00:28:53: Immer in die Wunde rein und Salz auch noch rein, gerne Salz rein.
00:28:55: Nein, aber was ich sagen wollte, da haben wir ja quasi etwas gemeinsam, ihr verbindet das ja.
00:29:00: Also wir sagen ja auch immer lesen, das Bewusste kaufen eines Magazins, sich eine Auszeit nehmen, Entschleunigung.
00:29:07: Da habt ihr ja quasi zwei schöne Themen miteinander verbracht, also ihr habt einmal das Heft,
00:29:11: in dem durch das ich mich inspirieren lassen kann und am Ende der Zeit ist natürlich auch konkrete Anweisungen, was ich machen kann, plus das Nähen.
00:29:17: Also diese Themen, das wir nennen das ja immer digitalen Detoxen, das verbindet euch ja genauso wie wir,
00:29:23: unsere Leidenschaft vom Regalstehen, sich die Cover anzugucken, sich bewusst etwas zu kaufen, das eint uns, glaub ich, da in diesem Bereich.
00:29:31: Und die verbindet das wunderbar miteinander, finde ich.
00:29:33: Schon cool.
00:29:35: Tschuldigung, jetzt darfst du mir...
00:29:37: Ja, jetzt geht ja nicht nur um dich, es geht ja um alle, die sagen, ich hätte das schon Bock drauf, weil es mich auch nervt,
00:29:41: dieser Überkonsum draußen. Ich möchte jetzt amig mal wieder konzentrieren auf eine Sache und nicht nur mit dem Handy irgendwas machen.
00:29:50: Aber was würdet ihr einem Mark oder auch mir als Einsteiger empfehlen? Also wo fange ich da an? Gleich braucht wahrscheinlich eine Nehmarschine.
00:29:59: Was ist so ein Einsteigerset neben natürlich eurem Magazin?
00:30:04: Also tatsächlich, man kann auch ohne Nehmarschine nähen. Es gibt auch kleine Einstiegsprojekte, die man mit der Hand umsetzen kann.
00:30:12: Was ich eine Nehmarschine anzuschaffen, beim ersten Versuch ist natürlich eine Hürde der Herausforderung.
00:30:18: Wenn man aber mit einer Nehmarschine starten möchte, dann würde ich wirklich mit unseren Boda Beginnabrodukten empfehlen, anzufangen,
00:30:26: weil die auch durch Videoanleitungen begleitet werden können.
00:30:30: Da haben wir wirklich so ein richtiges 360 Grad Paket im Angebot.
00:30:35: Viele sind heutzutage gar nicht mehr so gewohnt, eine Schritt für Schritt Anleitung zu lesen und nachzuvollziehen und tun sich leichter,
00:30:43: einem Videoformat auch zu folgen parallel. Und deswegen haben wir das sozusagen beides angeboten.
00:30:48: Und das ergänzt sich ganz gut. Und dann natürlich die Boda Easy.
00:30:52: Es gibt aber auch Nährinnen, die mit der Boda Style starten.
00:30:56: Das halte ich jetzt persönlich. Ihr habt ja auch schon eure Erfahrungen mit dem Rädelbogen gesammelt, habe ich gesehen.
00:31:02: Für Mutig.
00:31:05: Ja, das ist ein gutes Stichwort, weil jeder, der mal diesen Bogen ausgepackt hat, man ist einfach...
00:31:11: Landet in der Burnout-Klinik.
00:31:13: Es gab so, es gab das Kind noch als Kind, so ein Buch, da musste man sich ganz lange konzentrieren.
00:31:19: Und dann wurde das Bild?
00:31:20: Und dann wurde da plötzlich, ich kam da plötzlich so ein Bild raus. Und das habe ich auch probiert mit dem Rädelbogen.
00:31:23: Das magische Bogen.
00:31:24: Ja, genau, das magische Aume.
00:31:26: Das hätte nix bei mir, oder?
00:31:27: Nee, da passt ja nichts.
00:31:29: Das wäre mein Tipp. Fängt nicht mit dem Rädelbogen an, weil ich glaube, das ist ja Wahnsinn.
00:31:34: Da kommt ja gar nicht mehr dann zu Recht.
00:31:36: Nehmarschinen verstehe ich, weil es ist dann ein Invest. Was kostet so eine Nehmarschine?
00:31:40: Wahrscheinlich so um die 500 Euro würde ich jetzt mal vermuten.
00:31:42: Ja, das ist eine ganz gute Einstiegspreislage.
00:31:45: Nach oben sind auch wieder keine Grenzen.
00:31:46: Grenzen offen.
00:31:47: Die bei den Autos auch.
00:31:48: Ja, Grenzen sind offen.
00:31:49: Aber ich glaube, mit 400-500 Euro ist man als Startermaschine ganz gut dabei, wenn man sie mal kaufen möchte.
00:31:53: Es ist auch schon ein Invest, was das Monetäre angeht.
00:31:57: Und es ist auch eine extreme Zeit intensiv, glaube ich.
00:32:01: Ich muss mal schon sagen, wenn man es kann nicht.
00:32:03: Also ich habe eine Nachbarin von uns, hat mal meinen Kindern zwei ganz tolle Polobar genäht.
00:32:07: Da habe ich, glaube ich, echt wieder begeistert.
00:32:09: Das hat auch nicht lange gedauert, hat sie gesagt, das wäre ein wirklich tolles, weil ich denke Wahnsinn.
00:32:12: Das möchte ich auch können, aber ich habe da diesen, dieses Durchhalt von mir.
00:32:15: In der Nachbarin hast du so viel Lob übrig.
00:32:17: Für mich nur Sport und Hoch.
00:32:18: Ja, weil da hat es halt funktioniert.
00:32:19: Ich habe es auch da Liebe gemacht.
00:32:20: Da sieht es gut aus.
00:32:21: Aber die Intention war Liebe.
00:32:22: Ja.
00:32:23: Das macht uns auch sehr neugierig auf dieses Werkstatt.
00:32:26: Das möchte ich gerne mal sehen.
00:32:28: Das bekommt ihr zu sehen.
00:32:30: Ja, und wir mussten natürlich auch, also Scharn hat es ja schon gesagt, das Thema Education,
00:32:35: das Thema, wie bringt man jemanden, der noch vielleicht noch nie mit einer Nähnadel irgendwas gemacht hat dazu?
00:32:40: Und eben diese Beginnersachen sind ganz gut.
00:32:43: Das bricht einfach mal eine Haptik und einfach mal zu gucken, was ist denn so wichtig, wie kann man das machen?
00:32:47: Aber eben auch im Gegensatz zu dem Burnout-Schnittbogen, gibt es ja bei, gibt es ja in der Buda Easy,
00:32:53: ist es ein Einzelschnittmusterbogen.
00:32:55: Das heißt, die Schnitte sind einzeln draufgelegt in der jeweiligen Größe, kann man es quasi ausschneiden.
00:33:00: Das heißt, da hast du diesen A-Effekt, A-H, ich weiß, wie eine Bluse aussieht
00:33:04: und ich sehe diese Teile jetzt nebeneinander gelegt und sage, A-H, ich kann jetzt einen Kontur in meiner Größe ausschneiden
00:33:10: und muss nichts mehr rauskoppieren.
00:33:11: Also wir unterscheiden immer zwischen dem Edelbogen.
00:33:14: Da überlagern sich die Linien und dem Einzelschnitt, der wirklich keinerlei Überlagerungen der unterschiedlichen Modelle hat.
00:33:24: Und dementsprechend ist es dann einfacher.
00:33:27: Aber das ist doch jetzt logisch.
00:33:28: Da habe ich mir nie gedacht, darüber gemacht, dass der Schnittbogen...
00:33:30: Hab ich gemerkt, dass du das...
00:33:32: ... der Schnittbogen ja auch für unterschiedliche Größen gemacht sein musst.
00:33:36: Darüber habe ich zum Beispiel gar nicht nachgedacht.
00:33:38: Ach, das auch.
00:33:39: Und Buda musste damals irgendwie gucken, wieviel, ich glaube, da waren es 40, 50, sogar 60 Modelle.
00:33:43: Die mussten natürlich irgendwie zu Papier gebracht werden.
00:33:46: Und so ein Riesenschnittmusterbogen, dass sich die Schnitte nicht übereinander lagern,
00:33:50: das wäre einfach in den Zeiten aus Papiermangel, schwer, versand...
00:33:54: ... kennen wir ja alle das Thema.
00:33:56: Das wäre auch nicht möglich gewesen, deswegen war die Idee, die Schnitte übereinander zu legen
00:34:00: und durch verschiedene Konturen die verschiedene...
00:34:02: Modelle zu kennzeichen. Das war der Gamechanger damals. Und was glaube ich für den Einstieg
00:34:06: auch total wichtig ist, ist, dass man sich ein Projekt oder ein Werkstück vornimmt,
00:34:10: was schnell umsetzbar ist. Ich glaube, da ist ein schnelles Erfolgserlebnis einfach
00:34:15: ganz wichtig, dass man auch Lust bekommt und sieht, was habe ich geschaffen. Da bieten sich auch immer
00:34:21: Assessoires sehr gut an. Ich würde nicht direkt mit einer komplizierten Klamotte starten. Und je mehr
00:34:27: Erfahrungen und Expertise man gewinnt, desto schöner ist es dann auch, wenn man wirklich so ein großes
00:34:33: Projekt sich vornimmt, was man auch nicht so an einem Stück durchnäht, sondern das wird dann ja
00:34:39: über Wochen teilweise gezogen und immer wieder dran weitergearbeitet. Und das ist ja wirklich auch
00:34:44: sehr viel feine Detailarbeit, die ganz meditativ sein kann. Das ist eben so Feinarbeit. Du musst
00:34:50: das abstecken. Bei Marc fängt es ja schon an, bei der falschen Maßabnahme. Weil du so gezappelt
00:34:55: hast. Da geht es ja schon los. Die Schnittmuster auf den Stoff mit Nadeln fest machen,
00:35:01: ausschneiden. Da muss man schon auch Geduld mitbringen. Vielleicht ist das auch so das Thema
00:35:07: bei mir, dass das nicht so gut funktioniert. Geduld, ich bin nicht. Was hat Janang gerade erklärt?
00:35:11: Das ist ja genau der Sinn. Ich weiß. Wir bringen euch schon noch zum Nähen. Also,
00:35:16: ja, gibt den Nähkurse? Wir jetzt persönlich nicht. Wir sind wirklich eine reine Redaktion, aber wir
00:35:23: haben tatsächlich sozusagen Partner-Nähkurse, die mit unseren Produkten arbeiten. Was natürlich
00:35:30: für uns auch schön ist, weil die Kunden oder der Kunde so gleich lernt mit diesen wirklich sehr
00:35:36: komplizierten Regelbogen oder auch Einzelschnittmusterbogen umzugehen. Tja, sehr recht was für dich.
00:35:42: Ja, aber die Frage, wenn jetzt dem so wie Carsten kritisch guckt, das letzte Argument aus eurer
00:35:49: Sicht TASO. Vorteile von DIY Kleidung im Vergleich zu gekaufter Mode? Ich schaffe mir Unikarte.
00:35:54: Ist das auch so vielleicht so ein Stück weit etwas? Ich glaube, ja, ich schaffe mir Unikarte. Ich
00:36:01: schaffe mir vielleicht auch, wenn ich einen guten, schönen Nähskill habe, auch Sachen,
00:36:05: die ich vielleicht nicht im Handel finde oder vielleicht in der Preis Range soweit weg ist,
00:36:09: dass ich mir das vielleicht auch nicht leisten möchte oder leisten kann. Zum einen ist es,
00:36:13: glaube ich, was DIY an sich so wichtig macht. Ist es in unserer digitalen Welt, glaube ich,
00:36:19: es wird auch immer stärker so sein, weil ich glaube, das geht Hand in Hand. Brauchen wir
00:36:23: einen haptischen Ausgleich. Wir, ich ja einschließlich auch, sitzen den ganzen Tag vorm Rechner. Ich
00:36:27: habe überhaupt keinen Bezug mehr zu meiner Umwelt, weil ich irgendwie so in so einer
00:36:32: Schleuse bin, in so einer digitalen. Und das ist auch wichtig. Das sieht man zum Beispiel auch im
00:36:35: Trendbereich. Haptische Stoffe werden wichtiger, strukturierte Stoffe werden wichtiger. Wir
00:36:39: möchten irgendwie wieder unsere Klamotten spüren auf der Haut. Das heißt, wir brauchen so eine
00:36:45: Sinnlichkeit, weil uns die im Alltag fehlt, weil wir wenig mit unseren Händigen gemacht haben. Das
00:36:48: sind halt übergreifende Trends, die sich dann in der Mode etablieren. Aber ich glaube, das ist so,
00:36:52: eben neben sich wieder zu erden. Der eine macht es mit Gartenarbeit, oder der andere macht es
00:36:59: dann eben im Nähen. So ein Projekt, sich auch mal wirklich für ein Projekt Zeit zu nehmen und nicht
00:37:04: wieder tausend Parallelsachen laufen zu lassen. Und dafür ist es nähenprädestiniert, weil du
00:37:08: verschiedene Ebenen irgendwie hast. Von der Haptik, von der Idee, von der technischen Fertigkeit,
00:37:13: die man erlernen kann. Deswegen ist es, glaube ich, ein ganz gutes, ganz gute Mischung. Und
00:37:18: deswegen wird DIY, glaube ich, in der Zukunft auch ein wichtiger, immer wichtiger Stellenwert sein. Also
00:37:23: nicht, weil man sich Klamotten nehmen muss, weil es keine gibt, aber als Ausgleich eben zu dieser
00:37:27: ganzen Strukturwandelin unterworfen. Was, glaube ich, auch noch eine wichtige Rolle spielt,
00:37:33: ist das Personalisieren und das Anpassen auf die, sozusagen, jeweilige Lebenswelt oder Anforderungen
00:37:40: der Kundinnen oder des Kunden. Also das verbindende Element unserer Leser und Nutzerschaft ist,
00:37:48: sozusagen, die Leidenschaft für das Nähen. Trotzdem sind es ja unglaublich unterschiedliche
00:37:52: Personen mit unterschiedlichen Lebenswelten, unterschiedlichen Anforderungen. Und da bieten
00:37:58: wir natürlich sehr viele verschiedene Themen und auch Schnittmuster für verschiedene Anlässe.
00:38:04: Also du hast das ja vorhin erwähnt. Wir haben auch Faschingskostüme im Repertoire. Wir haben
00:38:09: dann wirklich von der... Hättest du das mal gewusst? In Busterwogen, der muss ja wohl durchgedrückt sein.
00:38:14: Nein, also wirklich Faschingskostüme, aber wir bieten dann auch Kultur, also wirklich
00:38:21: Anlassmode, die nochmal ganz andere Anforderungen hat als jetzt zum Beispiel Businessmode oder
00:38:28: Mode für die Freizeit. Also da versuchen wir dann auch in die jeweilige, sozusagen, Lebenswelt
00:38:33: einzutauchen und was muss diese Klamotte oder dieses Schnittmuster erfüllen, damit es auch
00:38:38: funktioniert. Also uns geht es schon auch sehr stark darum, neben dem schönen Prozess des Nähens
00:38:44: und des Hobbys eine funktionierende Klamotte am Ende zu bieten. Ja und eine, die auch gut aussieht,
00:38:50: dann. Also das ist ja das Schöne, das habe ich glaube ich beim letzten Prozess auch erwähnt,
00:38:54: dass wenn wir uns im Vorfeld mit diesem Thema beschäftigen und dann sich mal auch die Hefte
00:38:59: nimmt, die man vielleicht sonst nicht so oft in der Hand hat, dass man sieht, dass da wirklich
00:39:02: tolle Mode drin ist. Vielleicht ist das auch so ein Grund gewesen, dass man irgendwann gesagt hat,
00:39:06: wir heißen jetzt nicht mehr Bodermoden, sondern wir heißen jetzt Boderstyle. Ich habe nämlich
00:39:10: eine Seite jetzt aufgeschlagen, ihr könnt das nicht sehen, da gibt es, weil das auch finde
00:39:14: ich wichtig ist zu erwähnen, nicht nur Kleidung für die Frau oder für die Kinder, sondern ich
00:39:18: habe jetzt hier speziell einen Blouson für Männer aufgeschlagen, der auch wirklich gut aussieht.
00:39:22: Also den würde ich auch so tragen. Ich würde mir den noch nähen, wenn ich es könnte. Die Frage ist
00:39:26: jetzt nur, wie lange bräuchte ich? Gut als Anfänger bin ich da wahrscheinlich komplett raus.
00:39:30: Schana lächelt schon. Ja ich würde das auch nicht als sein Einstiegsprojekt werden. Reden wir
00:39:36: nochmal heran. Aber wenn man ein bisschen Näherfahrung hat, ist es, also hier ist es jetzt zum
00:39:41: Beispiel ein 4-Punkte-Modell. 4 Punkte heißt bei uns, es ist schon ein Masterpiece, sagt doch das Wort.
00:39:46: Die schlechte Nachricht zu dich, Herrenkonfektion ist auch sehr kompliziert von der Verarbeitung.
00:39:53: Man möchte ja auch, also jetzt vielleicht nicht ein Hoodie, das ist relativ gut machbar, aber wir
00:39:58: sind es ja auch gewöhnt, dass die Nähte am richtigen Platz sitzen, dass die Schultern richtig
00:40:01: betont werden und und und und und und und aus dem Handwerk heraus ist es schon ein sehr komplexer
00:40:06: Prozess und wir versuchen das natürlich dann für unsere Leserschaft auch so umzusetzen, dass
00:40:10: man das doch an der Haushaltsnähmaschine hinbekommt, ohne dass man jetzt ein Schneiderbock ist und da
00:40:15: irgendwie 500 Stunden für investieren muss. Aber ich glaube, es wäre jetzt nicht das richtige
00:40:19: Einsteigerprojekt. Un Blouson ist zeitlos, ich finde, das ist ein perfektes Kleidungsschrück,
00:40:23: aber ich würde dir vielleicht vorschlagen, vielleicht mit dem Hoodie oder mit einem...
00:40:27: Am Kissen. Ja, Hoodie ist auch cool.
00:40:29: ...Hoodie, da kann man, also da ist man, wenn der Dinnat ein bisschen ausrutscht, meint,
00:40:32: das ist nicht so körperlich, ich würde nicht mit dem körperintensiven Teil abholen.
00:40:35: Okay. Und das Schöne ist ja, ihr gebt ja auch dann gleich Tipps, was für Stoffe dafür genommen
00:40:40: werden sollen und welche Utensilien ihr braucht. Das fand ich schon auch ganz spannend. Das wäre jetzt
00:40:44: mir auch nochmal eine Frage gewesen, wenn man sich mit Stoffen gar nicht so gut auskennt,
00:40:47: gerade als Anfänger, gibt es noch so Stoffleden? Wirklich? Oder muss ich das dann im Internet
00:40:53: bestellen oder kriege ich das bei euch? Oder worauf muss ich denn da achten? Gerade wenn ich auch
00:40:57: unterscheide zwischen 10 Euro bei einem, ich will jetzt den Namen nicht nennen, der Modekette.
00:41:02: Und ich kaufe mir jetzt selber einen Stoff, weil ich weiß, der Stoff ist vielleicht nachhaltig
00:41:08: entstanden, hat wenig Chemikalien drin. Worauf achte ich da beim Thema Stoff? Also da kommt es
00:41:16: tatsächlich auch sehr darauf an, was habe ich damit vor? Gerade im Kinderbereich, dafür spreche ich
00:41:21: jetzt mal, weil das jetzt auch meine Expertise ist. Für die DOB-Kollektion würde ich dann an
00:41:28: den Tasse übergeben. Gerade bei den Kindern achte ich schon sehr stark darauf, dass es eben
00:41:33: scharfstofffrei ist. Wir machen auch viel Service rund um zum Beispiel Textil-Labels und Zertifikate.
00:41:41: Und wir geben Stoffempfehlungen. Also wir haben ja auch immer ein Musterstück, geben aber auch
00:41:48: weitere Empfehlungen für die Umsetzung des jeweiligen Modells. Es gibt auch Stoffleden, man kann
00:41:55: sich aber auch oft einfach kleine Fabrics-Watches bestellen und dann abwägen, ob das das passende
00:42:01: ist. Ich glaube, für Qualitäten wie Sweat oder Jersey bietet sich auch der Online-Kauf an,
00:42:07: weil da geht es hauptsächlich dann um die Farbe und das Muster. Gerade wenn es um aufwendige
00:42:12: Abendmode geht, halte ich es schon für wichtig, dass man das auch mal angefasst hat und wirklich
00:42:18: die Qualität prüft. Also man kann es jetzt nicht pauschal sagen, es kommt wirklich darauf an.
00:42:22: Für wen ist es gedacht, welche Funktion muss es erfüllen? Also es ist ja auch nochmal Unterschied,
00:42:27: wie elastisch ist das Material, gerade bei den Kindern, die müssen sich bewegen können,
00:42:31: die sollen ja auch nicht in ihrer Entwicklung irgendwie gehemmt werden oder eingeschränkt
00:42:35: werden. Wie bewegen die sich? Wenn das jetzt für Babys ist und das ist noch ein Alter, wo die meisten
00:42:40: krabbeln, dann macht es natürlich auch keinen Sinn, irgendwas zu nehmen, wo die eingeschränkt sind oder
00:42:45: das aufschrabbelt sofort. Da machen wir uns auch Gedanken und wir sind ja auch mit unseren Teams
00:42:53: viel im Austausch und jeder bringt da so seinen Input mit, aber jetzt für die Endkunden, um die
00:42:59: Frage nochmal zu beantworten. Also da kann man sich auf sozusagen unsere Empfehlung verlassen. Wir
00:43:04: geben da Angaben zur Stoffqualität. Viele haben aber, also wenn sie dann schon erfahrene
00:43:09: Näherinnen sind, ein großes Lager zu Hause und suchen sich dann das passende Raus für ihr Projekt.
00:43:14: Tass, so wie viele Kleidungsstücke hast du bei dir im Schrank hängen, die von dir selbst genäht sind?
00:43:19: Oh, gar nicht mehr so viele muss ich ehrlicherweise gestehen. Früher, als ich mit Studium war und mich
00:43:25: viel stärker, auch mit dem, also in meiner Ausbildung einfach auch mit dem Nehmen beschäftigt
00:43:29: habe, war bestimmt schon so 30-40 Prozent. Mittlerweile sind es noch so Stücke, die ich nicht mehr
00:43:34: opfern möchte. Die ich so in meinem Schrank habe, aber es sind aber noch so ein paar alte Sachen,
00:43:38: eben Mantel, die ich habe mir jetzt vor ein paar Wochen habe ich mir angefangen quasi wieder ein
00:43:44: Hemd zu nehmen. So, das ist leider noch nicht fertig geworden, das schaffe ich immer so einen Enttappen.
00:43:49: Aber ja, dadurch, dass ich mich natürlich auch jeden Tag mit dem Thema Nähen beschäftige und ich
00:43:54: natürlich noch andere Hobbys habe, ja leidet es jetzt drunter und ich würde jetzt nicht sagen,
00:43:58: ehrlicherweise nicht das jetzt irgendwie mein ganzer Schrank. Selbst dem Nehmen ist, aber was
00:44:02: bei mir vielleicht sich geändert hat, vielleicht auch zu früher ist, ich konsumiere Mode an das oder
00:44:07: wenn ich mir jetzt einen Teil kaufe, dann weiß ich, ist das dann vielleicht eher ein Bestand in meinem
00:44:11: Kleiderschrank und ich bin in meiner Persönlichkeit jetzt so gefestigt, dass ich auch nicht jeden Mode
00:44:15: trennt, mit spielen muss, sondern dann sage ich, ich kaufe einen Teil, was dann vielleicht auch zehn
00:44:18: Jahre im Schrank kennt und durch Styling oder durch neue, durch neuen Input war auch eine lange
00:44:23: Halbbarkeit. Okay, das ist ein ganz schönes Stichwort eigentlich, Mark. Mode Konsum und ja, unser
00:44:30: Thema Fast Fashion. So, wir haben eingangs schon ein bisschen drüber gesprochen. Jetzt läuft auch mal
00:44:36: wieder von uns. Ein Sehtipp, ein Netflix-Tipp, eine ganz tolle Serie oder eine Dokumentation auf
00:44:41: Netflix, die nennt sich "Bind Now". Da geht es um, ja, ich will nicht sagen Aussteiger, aber es gibt
00:44:46: Fachleute, die in großen Konsumunternehmen gearbeitet haben und so ein bisschen Einblick
00:44:51: geben in, ja, was hinter den Kulissen so passiert. Und da war ich auch sehr erschrocken, weil da ging es
00:44:56: auch um das Thema Konsum von Mode und ich habe mir da mal ein paar Zahlen jetzt aufgeschrieben, weil das
00:45:01: echt interessant war. Wenn man vielleicht früher davon gesprochen hat, so man macht so zwei
00:45:05: vielleicht drei Kollektionen im Jahr, keine Ahnung, ich kenne mich da echt nicht so gut aus,
00:45:09: eine Sommer-Kollektion, eine Winter-Kollektion, dann wurde in dieser Serie genannt, dass Mode
00:45:14: Labels wie beispielsweise Gap pro Jahr ca. 12.000 neue Artikel ausbringen. Bei H&M sollen es 25.000
00:45:21: sein, Sarah 36.000 und Shein, da reden wir über mehr als 1,3 Millionen Artikel im Jahr. Das ist ja,
00:45:30: das ist ja absurd, das ist ja absurd. Und ihr habt beide vorhin gesagt, das wäre nicht meine Welt,
00:45:38: weil ihr nicht in dieser Welt arbeiten wollt. Wie geht ihr mit gerade auch als Modemacher,
00:45:43: würde ich ja schon mal euch als Modemacher bezeichnen, wie geht ihr auch mit so einem Thema
00:45:47: um und wie ist da eure Haltung auch als Magazin Buddha Style? Und vielleicht vorab noch mal eine Frage,
00:45:53: ich weiß, viele fragen auch einmal, aber ich finde, das ist ein spannendes Thema,
00:45:55: gerade aktuell auch wieder. Wie würdet ihr so dieses Fast Fashion überhaupt definieren und
00:46:00: ist das Fast Fashion bisher nicht eine Erfindung der letzten zehn Jahre? Das gab es ja irgendwie,
00:46:05: ich glaube, denn seit den 60ern fing das schon ein bisschen an. Aber was ist Fast Fashion heute im
00:46:09: Vergleich vielleicht zu früher? Genau, es fing richtig, sagt es in den 60ern an. Da ging es,
00:46:13: da gab es die Präter-Portee-Kollektion, das heißt, es konnte nicht nur auch Maßarbeit
00:46:17: angefertigt werden, sondern die Modehäuser haben gesagt, wie kann man Klamotten auf die
00:46:20: Stange bringen, damit einfach eine größere Zielgruppe und größere Kundenkreis erwirtschaftet werden
00:46:25: kann? Da ging es eigentlich los. Das hat sich alles relativ gut gehalten, wo man sagt, okay,
00:46:29: meine zwei große Kollektionsrhythmen, früher Sommer und Herbst-Winter-Kollektion, wo dann
00:46:34: die Designer quasi ihre Sachen gezeigt haben und auch bei den Modephieren gab es halt dann den
00:46:40: Sale und dann gab es halt die Klamotten für die nächste Saison. Jetzt hat man Kollektionsrhythmen
00:46:44: von teilweise bei Primark, glaube ich, oder bei Schien. Jeden Tag kommt ein neues Stück in den
00:46:50: Laden. Also das sind teilweise Kollektionsrhythmen von 18, 20, 30, 40 Kollektionsrhythmen pro Jahr.
00:46:55: Das ist irgendwie crazy. Und das hat damit zu tun, ja, das Konsumverhalten hat sich eben geändert.
00:47:02: Zu einem natürlich die günstigen Preise, das muss man so sagen, geht auf Kosten natürlich der
00:47:07: Produktionsbedingungen und der Materialien. Die Trends dadurch, also es ist irgendwie so ein
00:47:12: Perpetuum-Mobile, es hat sich selber so angefacht, das heißt, dass die Schnellung
00:47:15: Kollektionsrhythmen, man muss schnell verkaufen, die Trends ändern sich schneller und die gerade
00:47:19: auch die jüngeren Zielgruppen, über die mit diesem Konsum aufgewachsen sind, denken, oh Gott,
00:47:22: das ist so ein soziales oder so ein psychologisches Phänomen. Ich muss diesen schnellen Trends
00:47:27: irgendwie gerecht werden. Eben auch gefeuert auch durch Social Media. Ich brauche für jeden Post
00:47:31: vielleicht ein neues Oberteil. Ich habe vielleicht, also ich habe immer irgendwie was Neues, was ich
00:47:35: zeigen muss. Und das Tragisch an der Geschichte ist, du hast davon erzählt, wie viele Millionen
00:47:40: Produktionsteile gefärbt sind. Teilweise werden die auch nur einmal angeguckt oder angezogen.
00:47:44: Und ich glaube, ich habe mal, wenn ich es richtig mal gelesen habe, 30 Prozent mindestens der
00:47:50: produzierten Kleidung wird nicht überhaupt nicht mehr angezogen. Das heißt, es wandt auf Müll oder
00:47:54: geht in so ein Recyclingprozess, der auch schon wieder ein bisschen schwierig ist. Also ich glaube,
00:47:58: das ist eben diese schnelle Trends, auch dieses schnelle Belohn, dass man braucht irgendwie was
00:48:03: schnelles, ein Erfolgserlebnis und auch dieses vier offen Missing-Ord, oh Gott, ich muss irgendwie
00:48:07: dazu gehören. Ich brauche das jetzt die Schnellebigkeit. Und dadurch, dass diese Produktion halt nicht mehr
00:48:12: im Umfeld stattfinden wie früher, ist es auch so eine psychologische Enkoplung. Das heißt, was
00:48:17: jetzt in Bangladesh passiert, was jetzt in China passiert für den europäischen Konsumenten,
00:48:21: ist es wahnsinnig weit weg. Und da ist auch, es geht gerade los mit Aufklärung und wir haben ja
00:48:26: schon alle diese ganz schlimmen Dokumentationen gesehen, was da wirklich los ist. Aber ich glaube,
00:48:31: die eigene Verantwortung, da müsste man, glaube ich, noch mehr Aufklärungsarbeit machen, um einfach
00:48:36: zu sagen, was hat es denn zu tun? Und da ist Nähn oder wir ein schönes Medium, weil dadurch check
00:48:41: man, was bedeutet das denn, eine Bluse mal zu nehmen, wie viele Handgriffe sind nötig und zu
00:48:46: überlegen, was machen Leute, die jetzt im Handel eine Bluse für fünf Euro irgendwie anbieten,
00:48:52: was kann es für ein Stoff sein, wie viele Leute, wie kann man diese Handgriffe quasi mit fünf Euro
00:48:57: entlohnen, ein großes Fragezeichen. Und ich glaube, dadurch können wir schon durch das Thema Nähn
00:49:02: eben auch ein bisschen bei der Aufklärungsarbeit mit beitragen. Und Nähn an sich ist ja auch,
00:49:06: Gott sei Dank, auch schon eine nachhaltige Erangehensweise an diesen Konsum. Also ich glaube,
00:49:10: was an dem Themen Thema wichtig ist, ist, dass natürlich diese Konsumgeschwindigkeit,
00:49:15: die die Unternehmen natürlich maximal gefördert wird, eben durch geschickte Psychologie.
00:49:20: Ja, auch geschickte. Genau, absolut. Also glaube ich schon, dass das natürlich geträglich wird,
00:49:25: weil Unternehmen sind dazu da, der Unternehmen ist weg, zu verkaufen und zu wirtschaften. Das heißt,
00:49:29: also und das zeigt ja bei Now ja auch sehr gut, wie die Unternehmen das quasi machen. Und alles
00:49:36: wird schnell liebiger, das merken wir in unserem Umfeld auch und natürlich auch sind die Klamotten
00:49:40: da nicht frei. Wir haben gestern nur gesprochen, Carsten. Also bei mir war das noch nicht groß
00:49:43: geworden bin. Habe ich die Sachen von meinen Nachbarn zum Auftragen bekommen. Ich weiß gar nicht,
00:49:48: ob das Wort überhaupt noch jemand kennt. Ja, also das bedeutet eigentlich, erst war es der große
00:49:51: Bruder drüben in der Nachbarschaft, dann war es der kleine Bruder und dann hat man bei mir
00:49:55: geklappt, brauchst du noch und dann habe ich das genommen. Also nicht ausschließlich, aber das war
00:50:00: total in Ordnung. Ich glaube, sowas hast du halt kaum noch, dadurch, dass das einfach so günstig ist.
00:50:05: Und eben das Stichwort günstig, das würde ich auch nochmal aufgreifen, weil ich glaube, was eben
00:50:11: günstig ist, ist auch in der Wahrnehmung weniger wert. Also diese niedrigen Preise tragen auch
00:50:16: dazu bei, dass sozusagen Kleidung entwertet wird. Und wie Tasse schon gesagt hat, dieser
00:50:21: ganze Entstehungsprozess, wenn ich den zu Hause an meiner Nähmaschine vollziehe, hat das ja einen
00:50:27: ganz anderen Stellenwert. Dann habe ich richtig viel Zeit, Zeit ist Geld investiert, um das
00:50:32: fertigzustellen und damit habe ich einen völlig anderen Bezug zu dieser Kleidung. Und werdet
00:50:37: dem entsprechend auch damit anders umgehen. Stimmt. Also ich sage mal so, wenn wir gestern auch darüber
00:50:41: gesprochen, wenn man sich Jacken kauft, wenn ich auch jemand, der durchaus bereit ist, etwas mehr
00:50:46: für eine Jacke, das Problem ist einfach, sich so selten anziehe, weil es mir fast schon zu schade ist,
00:50:50: weil es nicht so teuer war, also im Winter. Und das stimmt, man hat definitiv, also einmal durch
00:50:55: das selber machen sowieso einen anderen Bezug, aber auch natürlich, wenn man breit ist, mehr Geld
00:50:59: noch für Sachen auszugeben. Ja, das ist so eine, ich finde das ist so eine Zwickmühle ein bisschen.
00:51:03: Also ich habe tatsächlich eine Winterjacke vor zehn Jahren gekauft, also die war teuer, also auch
00:51:08: heute noch, ich kann zu sagen, die hat damals 500 Euro gekostet. Das war für mich sehr sehr viel
00:51:13: Geld. So und meine Wette war einfach, naja ich kaufte da ja hoffentlich Qualität, das ist auch
00:51:17: nicht immer so, aber in dem Fall war es so, ich gehe jetzt ins zehnte Jahr mit dieser Winterjacke.
00:51:20: So und da ist es mir dann tatsächlich auch egal, weil ich jetzt auch nicht so der Fashionist,
00:51:24: also mir ist egal, wenn jemand sagt, hast du die schon letztes Jahr angehabt, ja habe ich
00:51:27: letztes Jahr schon angehabt. Von daher, die Zwickmühle finde ich nur so dieses, naja ich muss
00:51:31: eigentlich ja gar keine Qualität mehr kaufen, weil wenn die kaputt ist für die 30 Euro, dann
00:51:35: komme ich bald nächste Woche eine neue. So und das ist, da rennt man irgendwie immer wieder so einem
00:51:39: Trend hinterher und ich finde, jeder muss sich so ein bisschen Gedanken machen auch mal und sich
00:51:44: fragen, wenn ich was ganz ganz günstig kriege und ganz ganz günstig kaufe, dann zahlt irgendwo
00:51:48: doch sicherlich jemand den Preis dafür. So ist es. Natürlich und letztendlich auch man selbst,
00:51:53: weil man weiß ja auch nicht, wie sind die Qualitäten, wie sind die Stofflichkeiten,
00:51:56: wie hoch ist die Schadstoffbelastung bei einer Kunstlederjacke oder bei einer Winterjacke,
00:52:02: die 30 Euro kostet, weiß ich nicht, was da drin ist. Also wir wissen ja, dass diese ganzen
00:52:06: Autoimmunkrankheiten stärker werden, Hautkrankheiten sich, also das hat auch alles, das ist alles so
00:52:11: eng miteinander verwoben, es soll jetzt nicht heißen, dass teure Klamotten unbedingt keine
00:52:16: Schadstoffe haben, aber ich glaube, man muss eben einen Bewusstsein schaffen, woher kommt es,
00:52:20: was trage ich und wie will ich für mich selber sein, es ist ja einfach eine Entscheidung,
00:52:25: will ich damit auch bewusst darum gehen mit dem Thema Mode und Konsum. Wie könnt ihr dazu
00:52:30: beitragen über eure Magazine? Also holt ihr eure Leserinnen und Leser dort auch ab und informiert
00:52:36: sie, also ich glaube, das ist so Stoffkunde und worauf muss ich achten, das ist ja ein Bestandteil,
00:52:40: daraus lernt man ja automatisch, wenn ich dann wiederum in einer besagten Kette bin, wo ich für
00:52:45: 10 Euro vielleicht eben deinen besagten Pullover oder so bekomme, also versuch dir da dieses
00:52:51: Bewusstsein mitzuschaffen mit euren Möglichkeiten, die ihr da habt an der Stelle. Ja, also da gibt es
00:52:55: verschiedene Herangehensweisen, das eine ist, dass wir sozusagen über Siegel aufklären und
00:53:01: über Innovationen im Textilbereich, also wir versuchen ja auch internationale Messen und arbeiten
00:53:07: auch sehr stark mit unseren Handelspartnern zusammen und erfahren natürlich auch vorzeitig
00:53:12: über Innovationen und es gibt wahnsinnig spannende Entwicklungen gerade in der Textilherstellung,
00:53:18: was die Materialwahl betrifft, also das wäre jetzt ein eigener Podcast wahrscheinlich, aber
00:53:25: über recycelt Materialien bis hin zu, wie wird das Ganze gefärbt, also auch was Tassofohren
00:53:30: angesprochen hat, das sind ja teilweise Schadstoffe, die den Hormonhaushalt durcheinander bringen,
00:53:36: das reproduktive System, also das ist wirklich weitreichend teilweise in Konsequenzen auch für
00:53:41: unsere eigene Gesundheit. Darüber klären wir natürlich auf, indem wir auch über diejenigen
00:53:47: sprechen, die es anders machen. Ich glaube noch ein Punkt ist, wir versuchen so ganz extreme
00:53:53: Negativbeispiele nicht in unseren Modestrecken zu verstylen, das ist glaube ich auch Teil unserer
00:53:58: Philosophie, dass wir schon, also gerade für die Bodaise kann ich jetzt auch sprechen, da haben
00:54:02: wir auch einen Schwerpunkt, dass sozusagen die Klamotten, die wir zusätzlich zu unserer
00:54:07: Bodaise-Kollektion verstylen, irgendeinen nachhaltigen Ansatz haben und das ist auch ein breites Feld,
00:54:13: das wird auch sehr viel Greenwashing betrieben, das ist schon auch jetzt so ein Trendding, da muss
00:54:18: man auch aufpassen, aber es gibt eben verschiedene Kriterien, die einen Teil nachhaltig machen
00:54:23: können und eins zum Beispiel ist Langlebigkeit, also etwas, was qualitativ hochwertig produziert wird
00:54:28: und dann eben 10, 15, 20 Jahre halten kann, das würde auch schon als nachhaltig gelten. Oder es
00:54:34: sind eben die fernproduktionsprozesse oder eben der Herstellungsprozesse, also da achten wir darauf
00:54:40: und ich glaube auch ganz wichtig ist, dass wir beide nicht an diesen Konsum glauben und der
00:54:46: Meinung sind, dass unser Produkt an sich und das Hobby an sich ja schon nachhaltig ist. Ich habe
00:54:51: gelesen, ihr habt auch eine Kooperation mit dem Online-Porthal Vintage gehabt oder läuft es noch?
00:54:56: Die läuft noch, genau, die läuft noch, also die haben wir jetzt zwei Jahre in Folge als Beileger in
00:55:02: unseren Aufgaben gehabt und ab jetzt, weil das auch so positiv und so gut angenommen wird, wird
00:55:08: es vierteljährlich eine Festeru-Priket in den Borders Seil ausgaben und da geht es jetzt tatsächlich
00:55:13: und das ist vielleicht auch für dich interessant, weil du vorher nach Einstiegsprojekten gefragt
00:55:17: hast. Ich schreibe mit. Da geht es nicht darum mit einem Schnittmuster, was komplett neu ist zu
00:55:24: erschaffen, sondern bestehende Kleidungsstücke abzunändern. Also da haben wir dann sozusagen
00:55:30: verschiedene Ideen, wie ich aus etwas, was ich wie du vorhin erwähnt hast, entweder vom Nachbarn
00:55:36: übernommen habe oder überwindelt erstanden habe oder vielleicht einfach seit Jahren im Schrank
00:55:40: habe und nicht mehr damit zufrieden bin, wie ich das aktualisieren kann und da gibt es unendliche
00:55:45: Möglichkeiten, wie ich das umnähen, aufwerten, bemahlen, bekleben, benähen, besticken, also das
00:55:52: grenzenlose Möglichkeiten. Ich kann noch ein schönes Konzept finden, es hat sich bei meiner
00:55:56: Lebensgefährtin, es ist so, da gibt es die Lobetaler Werkstätten, da bringt sie halt regelmäßig quasi
00:56:01: ihre Sachen, die sie nicht mehr anzieht und kauft dann dafür 3 bis 5 bis 10, 15 Euro auch
00:56:08: wieder Sachen ein. Also das ist auch ein schöner Lifecycle. Und dann, ich bin immer wieder erstaunt,
00:56:14: wenn sie dann auch mit Sachen nach Hause kommt, was für eine Qualität die noch haben im Sinne von
00:56:18: da geben Leute fast neue Sachen ab. Also wo man das Gefühl hat, das ist ungetragen, unfassbar.
00:56:25: Absolut und gerade wenn man eben nicht im Laden steht und die Auswahl zwischen sechs Größen hat,
00:56:31: muss man auch nehmen, was da ist und da bietet sich es dann total an, um zu ändern, an passend zu
00:56:37: machen. Ja genau, und sie sagt auch, dass das genau für sie auch die Faszination ausmacht, weil
00:56:42: man eben sagt, Kleidungsstücke sind eben nicht in allen Größen verfügbar, eben da teilweise
00:56:47: eine Stunde zu verbringen und die Sachen durchzusuchen und sagen, ja hier, da ist ein schönes
00:56:50: Kleidungsstück dabei, das nämlich mit und es ist auch noch in meiner Größe. Also wenn man sich
00:56:54: belohnen möchte, ist das auch eine Möglichkeit sich zu belohnen. Man muss nicht immer die Sachen
00:56:58: da neu kaufen. Ja das grundsätzlich, glaube ich, ist das ein schwieriges Thema. Ich glaube, da werden
00:57:03: wir die U-Aus-Säkomplex. Das ist komplex. Ja, gerade weil ich mir vorstelle aus so, ich weiß noch,
00:57:09: Friday for Future, da waren die jungen Menschen, die jungen Leute auf der Straße und gerade die,
00:57:13: das kriege ich auch in meinem Umfeld mit, die dann sagen, ich habe mir hier für Insta die Schuhe
00:57:17: gekauft, aber auch nur jetzt, wenn man fragt sie aber und Qualität, ist es nicht egal, weil ich
00:57:22: brauche die jetzt nur mal eben für eine Woche und dann ist es okay. Da frage ich mich auch so
00:57:26: gerade die jungen Menschen, die schon soweit weg schon wieder davon sind von diesem Thema
00:57:31: Nachhaltigkeit und Konsum. Aber die werden halt groß. Ja, damit halt groß. Ja, gut. Und ich glaube,
00:57:37: da gibt es auch eine große Diskrepanz zwischen den Werten, in denen ich der Meinung bin,
00:57:43: dass sie mir wichtig sind und den Kaufentscheidungen, die ich treffe. Weil ja, ich glaube, da priorisieren
00:57:50: viele dann eben doch viel für wenig Geld. Ja, leider. Den Schuh muss man mir manchmal auch anziehen.
00:57:56: Ja, ich glaube, da kann sich keiner von frei machen. Das glaube ich auch. Ich meine, wenn man irgendwo
00:58:02: wieder sieht, da ist was runtergesetzt oder dann, da kann sich keiner von frei machen, dann ist es
00:58:07: tutzugreifend. Und aber auch da, wenn man sagt, okay, man konsumiert wahnsinnig viel, dann kann
00:58:10: man auch dafür sorgen, was du gerade gesagt hast, okay, wie kann dieses Teil noch mal ein zweites
00:58:14: Leben kommen? Das heißt, ich schmeiß es nicht weg oder ich ziehe es einmal an und dann ist es
00:58:18: futsch, sondern auch im Vorfeld zum einen. Welche Materialien setze ich ein, die sich dann auch
00:58:22: wirklich recyceln lassen? Also es ist genauso in der Mode, genauso wie in der Autobranche auch,
00:58:26: wenn bestimmte Komponenten zusammengeschmissen werden, ist das Teil einfach nicht mehr recycelbar,
00:58:30: weil der Prozess die ganzen Phasen auseinander zu reißen einfach so schwierig ist und es macht
00:58:34: dann, ist es dann nicht kostengünstig oder wirtschaftlich, aber genauso zu sagen, ja,
00:58:40: wie kann ich denn das Teil, was ich mir oder den Überkonsum, wie kann ich den noch sinnvoll
00:58:43: weitergeben? Und ich glaube da, ich glaube letztendlich, wenn wir so denken, wir bräuchten fast um den
00:58:49: Planeten, ist jetzt wahrscheinlich auch hochgegriffen zu bekleiden, bräuchten wir glaube ich die nächsten
00:58:53: Jahre überhaupt keine neue Bekleidung mehr zu stellen. Das ist so. Wahnsinn. Wenn wir da das Thema
00:58:59: so ein bisschen abschießen wollen, kommen wir noch zu einem ganz ganz wichtigen Thema, auch in den
00:59:04: heutigen Zeiten ist ja das Thema Charity, also wir kommen ja auch wieder Jahreszeit, wo die Menschen
00:59:10: ja wieder ein bisschen mehr daran denken, ein bisschen weniger an sich, es geht die Weihnachtszeit, man
00:59:14: fängt wieder an, noch mehr ein bisschen mehr an seine Mitmenschen zu denken. Ihr habt da ein ganz tolles
00:59:17: Projekt mit der "Burder Style" aufgesetzt. Karna, möchtest du uns ein bisschen was davon berichten? Was ist
00:59:22: das für ein Projekt? Kann ich da mitmachen? Für was setzte euch ein? Was ist euch dabei wichtig und was
00:59:28: war der Grundgedanke dieser Idee? Sehr gerne, also in der aktuellen Ausgabe in der "Burder Style 12/2024" ist
00:59:37: nochmal ein ganz ausführlicher Bericht über alle Teilnahmebedingungen und was sozusagen mit den
00:59:44: fertigen Teilen gemacht wird. Da kann sich jeder noch mal ganz detailliert informieren. Unter dem Motto
00:59:52: "Nähen helfen und Gewinnen" sammeln wir dieses Jahr Frühjahrsets und Inkubatorendecken für
00:59:57: Prenatalstationen, ich glaube insgesamt für an die 200 und unsere Leserinnen haben die Möglichkeit,
01:00:04: sich bis 28. Februar zu beteiligen und diese Frühjahrsets und Inkubatorendecken selbst zu
01:00:12: nähen und dann "Antribute Bambi", das ist unsere Partnerorganisation, einzuschicken. Ja, total cool.
01:00:20: Ja, ich finde das toll, weil wir einfach als Marke und als Unternehmen und als "Burder Style" irgendwie
01:00:26: euch auch der Verantwortung bewusst seid und auch der Gesellschaft was zurückgebt. Das finde ich
01:00:31: klasse und das ist ja nicht dieses Jahr ins Leben gerufen, sondern diese Aktion macht ihr ja schon
01:00:35: schon länger, das dritte Jahr jetzt. Und man muss auch wirklich erwähnen, dass es nur möglich, weil
01:00:41: wir so eine aktive Community haben und weil da wirklich wahnsinnig viel Rücklauf immer kommt und
01:00:46: unglaublich viele Einsendungen und unsere Leserschaft da sehr engagiert ist und das wirklich auch schön
01:00:53: zu sehen und ja, wir gucken immer, wo gibt es Bedarf, was können wir sozusagen mit dem Selbstnähen
01:01:00: auch abdecken. Genau und sozusagen gemeinsam mit "Tribute Bambi" ist dann diese Idee entstanden,
01:01:07: weil es da wohl einen sehr, sehr großen Bedarf gibt und die Schnittmuster, die wir anbieten,
01:01:13: die gibt es sowohl online, aber auch in der aktuellen "Burder Style", die wurden auch zusammen
01:01:18: mit Experten entwickelt. Also da holen wir uns dann auch wirklich Expertenrat, weil gerade für
01:01:24: ein Krankenhaus ist so ein Teil, die auch bestimmte Bedingungen erfüllen an Waschbarkeit, welche
01:01:30: Materialien können verwendet werden, was benötigen wirklich Frühchen in diesen ganz, ganz kleinen
01:01:34: Größen und was mir auch nicht so bewusst war, ist, dass da einfach so ein Mangel gibt. Also das ist
01:01:39: jetzt wirklich eine Lücke, die gefüllt werden muss sozusagen, weil diese Größen, also ab 32,
01:01:46: also um zum Vergleich ein Neugeborenes hat in der Regel Größe 50, wenn es aus dem Krankenhaus
01:01:53: entlassen wird und genau da, ja, wird wenig hergestellt und da gibt es wirklich auch einen Bedarf
01:01:59: in den Krankenhäusern. Ich finde der finde ich total spannend. Ich frage mich dann, wie kommt man dann
01:02:04: auf darauf, dass da so ein Bedarf ist, weil als ich das gelesen habe, dachte ich so, okay,
01:02:09: Frühchen, Wahnsinn, aber da muss ich ja genau darauf aufpassen, wie du es gerade gesagt hast,
01:02:13: welchen Schoff darf ich jetzt nehmen? Mir war gar nicht bewusst, dass die Frühchen da auch schon
01:02:18: Strampler anziehen, weil hier in diesem, in diesem, in diesem Bug, da ist ja, da ist ja warm und dann
01:02:25: diese Decken, die dann drüber gelegt werden, das war mir auch nicht bewusst. Das ist, das braucht,
01:02:29: wie kam das zu der Idee? War das ein Tipp von der Leserin oder? Da haben wir uns tatsächlich mit
01:02:33: dafür bitte Bambischiffelung auch ausgetauscht und die sind ja, weil die sich vorwiegend um Hilfsprojekte
01:02:39: rund um Kinder beschäftigen, da waren die schon sozusagen informiert und so ist die Idee entstanden
01:02:46: und wir haben das sofort aufgegriffen und uns an die Entwicklung gemacht. Gerade was diese
01:02:52: Inkubatoren Decken betrifft, also es war für mich auch wirklich ein neues Thema, wie wichtig das ist,
01:02:57: dass die Säuglinge sozusagen abgeschirmt werden von Geräuschen und Licht und dass die Entwicklung
01:03:03: auch positiv beeinflusst. Ja, das heißt, es reicht nicht einfach mal so ein kleines Handtod drüber
01:03:08: zu legen, damit sie die Helligkeit nichts verspüren, sondern das hat auch tatsächlich so ein
01:03:11: Hintergrund, die Geräusche zu dämpfen. Genau, das dämpft auch, das hat so ein Schall isolierenden
01:03:18: Effekt und soll natürlich dann auch gut über diesen Inkubator passen und das Schnittmuster,
01:03:22: das jetzt entwickelt wurde, das ist auch sozusagen getestet mit verschiedenen Modellen und sollte
01:03:28: für möglichst viele Krankenhäuser kompatibel sein. Echt cool. Genau und bis 28. Februar darf
01:03:35: eben sich jeder Beteiligen, der helfen möchte. Das gibt bestimmt noch eine Landingpage wahrscheinlich,
01:03:40: wenn wir bei LinkedIn auf jeden Fall noch mal posten. Ja, über borderstyle.de und wir haben
01:03:44: auch für diese Aktion wieder ein Aktionslabel, gemeinsam mit uns ein paar Dorthex, das kann
01:03:49: man sich für fünf Euro erwerben und dann sozusagen als Label auf das fertige Teil anbringen und
01:03:57: diese Erlöse werden auch alle gespendet, also es ist wirklich eine Reventi-Aktion. Cool. Genau
01:04:02: und gemeinsam aber auch mit verschiedenen Partnern, also das machen wir ja sozusagen nicht nur mit
01:04:06: Revitor Bambi, sondern auch ganz starke Handelspartner mit an Bord, die unterstützen auch mit
01:04:12: Materialien. Super, ich glaube, das braucht es auch, ne? Ja, genau, also ein großer Community-Effort. Ja,
01:04:20: finde ich super, finde ich echt gut und unterstützenswert, von daher alle, die uns jetzt
01:04:24: wieder hören und hoffentlich sehr viel Spaß und Freude an der Folge hatten und wir hoffentlich auch
01:04:28: ein bisschen was mitnehmen können. Unterstützt das, das ist eine tolle Sache und könnt ihr auch bei uns
01:04:33: auf Insta und auf LinkedIn nochmal. Aber ist so was ich vorhin gedacht habe? Nein. Ein wahnsinnig
01:04:38: gradierter Titel, der es geschafft hat, auch alle digital neu wachsende Elemente mit aufzugreifen,
01:04:45: mit einzubinden, wenn ja ganz viele mal davor stehen, wir machen das eigentlich, hier hat man ja,
01:04:49: also Vorbild, ja, Community-Gedanke, das Ganze auch digital voranzutreiben, es steht immer noch
01:04:55: ein Printprodukt im Mittelpunkt, das hat mich durchaus sehr beeindruckt heute, muss ich sagen.
01:05:00: Und auch überrascht offensichtlich. Ja, ich weiß gar nicht. Man verbindet natürlich erst, genau,
01:05:05: nähen verbinde ich ja mit einer analogen Tätigkeit, das ist ja erstmal gar nicht schlimm, ist klar,
01:05:10: mannehmachinen werden auch immer digitaler, das habe ich mittlerweile auch verstanden,
01:05:13: aber dass man dann doch das Internet sehr intensiv nutzt, also die Community um sich
01:05:18: auszutauschen, das hätte ich tatsächlich so nicht gedacht, weil da schon ganz andere
01:05:23: Magazine dran gescheitert sind, die deutlich jünger im Markt unterwegs sind und das finde ich eben
01:05:27: wirklich beeindruckt. Ja und wir haben das Glück, dass wir auch ein Produkt haben, was wir auch digital
01:05:32: vertreiben können. Genau. Das ist, glaube ich, unser Steckenpferd auch, also es funktioniert. Und der
01:05:37: Verlag hat sich schon ja, ja, ja tausend, also zweitausend, soweit ich weiß, ich bin zweitausend,
01:05:41: zwar im Verlag eingestiegen, da gab es die Idee des Downloadschnittes schon, ist dann auch wirklich,
01:05:46: waren wir glaube ich mit die ersten, die diese Schnittidee, wie kann man das digitalisiert,
01:05:51: da finden, lassen schon vorangetrieben und das ist mittlerweile auch ein wichtiger Standbein
01:05:55: neben den haplischen und den Papierprodukten, quasi das digitale Geschäft auch damit betraten
01:06:00: zu können. Ja, da kommt ja auch dann tatsächlich, glaube ich, Hubert Bordauenspiel, der ja früh
01:06:04: schon auf Digitalisierung gesetzt hat, von daher, ich erspare mir jetzt nochmal die Frage,
01:06:09: die ich eigentlich stellen wollte, jetzt hast du es nochmal ins Spiel gebracht, man kann die
01:06:13: Schlittmuster auch downloaden, da frage ich mich, auf welchem Drucker druck ich denn das aus? Zum
01:06:17: einen man Haushaltsdrucker ausdrucken, man muss dann quasi ein Schied mal ausdrucken, um die
01:06:21: Konfiguration zu checken, dass dann die Proportion richtig stimmen und das kann man dann mit 5%,
01:06:27: 10% oder so machen, dass man sagt, okay, das ist das Muster, das funktioniert jetzt, das sind
01:06:31: dann Einzelblätter, die man zusammenkleben kann, mittlerweile bieten wir auch die Möglichkeit,
01:06:35: zu sagen, wir haben, man kann der Datei runterziehen und kann im Copy Shop, zum Beispiel beim Plotter,
01:06:39: die ausdrucken lassen, wenn man wirklich anhand der Kontur und das die ganze Kleberreile
01:06:43: mit der Arbeit möchte. Da hast du ja nichts zu Ende gedacht. Bisschen wieder bei dem Drucker zu Hause
01:06:47: gescheitert schon. Ich habe nebenbei Drucker zu Hause. Es gibt auch Ideen, zu sagen, okay,
01:06:51: wie kann man irgendwas auf den Stoff projizieren, das ist alles noch so ein bisschen in den
01:06:54: Kinderschulen, also wenn man sagt, das geht bei einfachen Schnitten mittlerweile ganz gut,
01:06:58: aber wenn es komplexere Schnittteile sind, dann ist ja die Technik noch ein bisschen und das
01:07:02: Handling noch ein bisschen schwierig, aber das ist sicherlich vielleicht auch nicht so gut.
01:07:06: Aber tatsächlich, das gehört auch so teilweise, haben wir schon, wir sprechen ja auch viel mit
01:07:10: unseren Nutzerninnen, gehört auch so zum Prozess, also bei einem komplizierteren Stück, das können
01:07:16: auch 35 Blätter sein, die man dann so aneinander puzzelt. Das ist wirklich wie so ein Puzzle und
01:07:21: das machen dann manche aber auch ganz bewusst so als Abendsbeschäftigung, bevor es losgeht.
01:07:26: Du, yourself. Damit haben wir alles gesagt. Damit haben wir alles gesagt. Liebe Shana,
01:07:31: lieber Tassu, das war echt inspirierend und sehr, sehr spannend. Das Gute ist, ihr habt noch ein
01:07:36: bisschen Zeit mitgebracht, das heißt, wir machen jetzt noch einen kurzen Crash Course für Marc,
01:07:39: damit wir vielleicht auch noch mal... Du könntest ja auch mal was für mich nähen,
01:07:42: immer diese Einseitigkeit. Ich wende hier die Zeit für dich auf und du bist nicht zufrieden.
01:07:47: Das klären wir später. Wir klaffen gerade wundend auf. Also ganz, ganz lieben Dank,
01:07:52: das war wirklich toll. Hat sehr viel Spaß gemacht. Ja, und meiner Seite auch ganz, ganz vielen lieben Dank.
01:07:56: Und denkt immer dran. Print is not dead.
01:08:00: [Musik]
01:08:03: [Aufregende Musik]
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